auch sag es nicht in der Absicht des Kaisers, daß sie einemachen sollten.
Auf der anderen Seite war der größere Theil der Un-sterblichen und die verscbwvrnen Bürger der Meinnng (welchedie Agenten des verstorbenen Agelastes unter ihnen verbreitethatten), daß diese lateinische Schaar unter dem Befehl Tan-kreds, des Vetters Bohemunds, zu ihrem Beistand gekommenwäre. Diese Leute verhielten sich also ruhig, und thatennichts, das Volk bei einem Angriff auf die ungebetenen Gästezu leiten oder zu unterstützen, zumal da die Anzahl derStreitlustigen gar nicht besonders groß war.
Unterdessen hatte der Kaiser von seinem Blachernäpallastdie Ereignisse auf der Meerenge beobachtet, und gesehen, daßseine Flotte von Lemnos ihren Zweck, Tankred und seineLeute vermittelst deS griechischen Feuers an der Landung zuhindern, gänzlich verfehlt patte. Kaum hatte er den Branddes Admiralschiffes bemerkt, als er den Entschluß faßte, denunglücklichen Admiral zu verläugnen, und nöthigenfallS denKopf desselben an die Lateiner zu senden, um Friede zumaben.
In diesem Augenblick kam Achilles Tatius, der an demheutigen wichtigen Tage Len Kaiser nicht aus den 'Augen?lassen wollte, voll Hast und scheinbarer Bestürzung in denPallast.
„Herr! — kaiserlicher Herr! es schmerzt mich, der Ver-künder so unglücklicher Neuigkeiten zu sei»; aber es ist einergroßen Sckiaar von Lateinern gelungen, von Scutari her überdie Meerenge zu setzen. Das Geschwader von Lemnos wolltesie aufhalten, wie es in dem kaiserlichen Kriegsrath vergan-gene Nacht beschlossen worden ist. Eins oder zwei von denSchiffen der Kreuzfahrer sind durch das griechische Feuer ver-