ließen. Für einen Hauptbestandtheil dieses furchtbaren Feuersgalt die Naphtha oder das an dem Ufer des todten Meeresgesammelte Judenpech, das, wenn es im Brand war, nurdurch eine eigene Mischung gelöscht werden konnte, die nichtüberall zur Hand war. Dies Feuer war von einem dickenRauch und lauten Knall begleitet, und >eine Flamme zehrte,wie Gibbon sagt, mit gleicher Stärke abwärts und seitwärts.Bei Belagerungen wurde es wie unsere Bomben in glühendeneisernen oder steinernen Kugeln von Len Wälle» geworfenoder es wurde in Flachs um Pfeile oder Sperre gewickelt ab-geschosten. Seine Bereitung wurde als ein Staatsgeheimnißbetrachtet, und fast vier Jahrhunderte lang war es den Ma-homedanern unbekannt. Endlich entdeckten die Saracenenseine Zusammensetzung, und gebrauchten es. die Kreuzfahrerzurückznschlagen und die Griechen zu überwinden, deren erstesVertheidigungsmittel es lange gewesen war. Einige lleber-treibung kann man dem barbarischen Zeitalter wohl zumuthen,im Ganzen aber mag die Beschreibung des Kreuzfahrers Jvin-ville richtig sein: „Es kam durch die Luft geflogen," sagt die-ser gute Ritter, „wie ein geflügelter Drache, es hatte dieDicke eines Schweinskopfs, den Knall des Donners und dieSchnelligkeit des Blitzes, und das Dunkel der Nacht ver-schwand vor seiner fürchterlichen Helle."
Nicht allein der kühne Demetrius und sein SchützlingLascaris sondern der ganze Haufe, der um ste stand, nahmmannhaft die Flucht, als der griechische Befehlshaber zum er-stenmal Feuer gab, und die anderen Schiffe seinem Beispielfolgten, so daß der Himmel wiederhallte, und die Luft durchRauchwolken verdunkelt ward. Als die Flüttlinge den Gipfeldes Hügels erreichten, sahen sie den Seemann, den wir obenals Zuschauer kennen gelernt haben, in einem trockenen Graben