Dem kaiserlichen Befehl gemäß waren für den Kampfregelmäßige Schranken errichtet worden, die für die beidenGegner zwei einander gegenüberliegende Eingänge hatten, undes war stillschweigend angenommen worden, daß jeder derKämpfenden nach dem Ritus seiner Religion den BeistandGottes erstehen sollte. Diese Schranken befanden stch vonder einen Seite an dem Ufer, das stch westlich an den Con-linent schloß. In nicht großer Entfernung erblickte man dieMauern der Stadt von verschiedener Bauart und mit nichtweniger als vierundzwanzig Thoren versehen, fünf Landthorenund neunzehn Wasserlhoren. Dies Alles machte ein schönesBild aus, von dem man noch heute vieles sieht. Oie Stadtselbst hat etwa neunzehn englische Meilen im Umkreis; sieerhebt sich hinter einem Ring der schönsten Cvpressen mit ih-ren Zinnen, Obelisken und Minarets, die damals die Lagemanches Christentempels bezeichneten, und jetzt größtentheilsan^euten, wo mahomedanische Moscheen stehen.
Diese Schranken waren zur Bequemlichkeit der Zuschauervon allen Selten von Reihen übereinanderliegender Sitze um-geben. In der Mitte dieser Sitze und dem Mittelpunkt derSchranken gerade gegenüber stand ein für den Kaiser errich-teter hoher Thron, der von den öffentlichen Bänken durchhölzerne Pfähle geschieden war, die, wie ein Kennerauge leichtbemerkte, im Nothfall zur Vertheidigung dienen konnten.
Die Schranken waren sechzig Stritte lang, etwa vierzigbreit, und räumig genug für den Kampf zu Roß und zu Fuß.Zahlreiche Haufen griechischer Bürger zogen mit Tagesanbruchaus den Stadtthoren, um den Bau der Schranken zu bewun-dern, die einzelnen Theile ihrer Beurtheilung zu unterwerfen,und sich eines Platzes für das Schauspiel zu versichern. Baldkam auch eine starke Schaar von den sogenannten römischen