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die er zu Reichthum und Ansehen gelangt war, und durch dieer selbst die Kaiserwürde zu erringen hoffte.
„Schöne Gräfin," sagte er, „welche Ursache habt Ihr,den Schleier der Wehmuth über Euer reizendes Gesicht zuhängen?"
„Haltet Ihr mich für einen Stock, einen Stein oder einanderes gefühlloses Ding," sagte Brenhilda, „Laß ich Herze-leid, Gefangenschaft, Gefahr und Unglück erdulden wll, ohnemein Gefühl auszudrücken? Bildet Ihr Euch ein, daß maneiner Dame wie mir, die so frei ist wie der wilde Falke, dieSchmach der Gefangenschaft anthun dürfe, ohne daß ich dieseBeschimpfung fühlte, und ohne daß ich gegen die Urheberderselben aufgebracht wäre? Und wähnt Ihr, daß ich vonEuch getröstet sein wolle — von Euch, einem der hauptsäch-lichsten Urheber dieses Truggewebes, in das man mich hinter-listig verwickelt hat?"
' „Gewiß nicht verwickelt durch mich," antwortete Agela-stes; „schlagt in die Hände, begehrt, was Ihr wünschet, undder Sclave, der Euch Gehorsam versagt, wäre besser unge-boren. Hätte ich nicht um Eurer Sicherheit und Ehre willenes für eine kurze Zeit übernommen, Euer Wirth zu sein, sohätte sich der Cäsar ein Geschäft daraus gemacht, und Ihrwißt, was er beabsichtigt, und könnt leicht errathen, ourchwelche Mittel er seine Absicht verfolgen würde. Wie mögtIhr also so kindisch weinen, daß Ihr Euch für eine kurze Zeitin einer ehrenhaftem Zurückgezogenheit befindet, welcher dieruhmreichen Waffen Eures Gemahls wahrscheinlich schon mor-gen Vormittag ein Ende machen werden?"
„Kannst du es nicht begreifen," sagte die Gräfin, „duMann voll von Worten und leer an edlen Gefühlen, daß einHerz wie das meinige, das gewohnt ist, auf eigene Kraft und