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achtet des damaligen Sprüchworts, daß nichts kühner sei alsein blindes Pferd, wurden doch bei dieser Art zu reiten, wobeiRoß und Reiter ihren Weg nicht sahen, einige Pferde zuBoden geworfen, andere stießen auf gefährliche Hindernisse,und die Knochen der Reiter selbst litten weit mehr, als esbei einem gewöhnlichen Marsch der Fall gewesen sein würde.
Diejenigen Reiter, welche gestürzt waren, wären in Ge-fahr gewesen, von den Griechen erschlagen zu werden, hättenicht Gottfried seine frommen Zweifel bei Seite gesetzt, undihnen ein Reitergeschwader zu Hülfe gesaudt. Dem größtenTheil von Tankreds Begleitern gelang es sich einzuschiffen,wie man beabsichtigt hatte, und es wurden am Ende nur we-nige vermißt. Doch um die Ueberfahrt zu bewerkstelligen,mußten sich der Fürst von Otranto selbst und die meistenseiner Begleiter zu dem unritterlichen Geschäft des Rudernsbequemen. Hierbei fand man große Schwierigkeiten, die so-wohl von Wind und Strömung herkamen als auch von derUnbekanntschaft mit dieser Arbeit. Gottfried sah von einerbenachbarten Anhöhe der Ueberfahrt zu, und betrübte sichüber die Schwierigkeit derselben, die noch dadurch vermehrtwurde, daß man zusammenbleiben mußte, also gezwungen war,auf das geringste Fahrzeug zu warten, was die Ueberfahrtsehr verzögerte. Sie kamen indeß doch etwas vorwärts, undGottfried zweifelte nicht, daß sie vor Sonnenuntergang dasjenseitige Ufer glücklich erreichen würden.
Er verließ endlich seinen Beobachtun^sposten, nachdemer daselbst eine Wache aufgestellt hatte mit der Anweisung,ihm Meldung z» thun, sobald die Ueberfahrenden das Ufererreicht haben würden. Der Soldat konnte dies leicht sehen,wenn die Landung noch am Tage geschah; für den Fall, daßman erst in der Dunkelheit ankäme, hatte der Fürst von