Druckschrift 
47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
Entstehung
Seite
19
Einzelbild herunterladen
 

19

christlichen Völkern zurückständen, so sollen die besagten edlenGegner mit Beiseitsetzung von Falschheit, Zaubersegen undSchwarzkunst ihren Streit mit gespitzten Sperren und mitgeschliffenen Schwertern je in drei Gangen ausfechten: denKampfplatz wird der Kaiser allergnädigst nach seinem untrüg-lichen Wohlgefallen bestimmen. Und so zeige G°tt das Recht!"

Ein fürchterlicher Trompetcntusch schloß die Ceremonie.Achilles entließ die um ihn versammelten Krieger, so wie dieHerolde und Mustkanten; und nachdem er Hereward dicht anseine Seite genommen hatte, fragte er ihn, ob er von demGefangenen, dem Grafen Robert von Paris, etwas gehörthätte.

Nichts," sagte der Waräger,als was diese Proclama-tion Neues sagte."

Glaubst du denn," sagte Achilles,daß der Graf dabeibetheiligt gewesen sei?"

Er hätte es wenigstens sein sollen," antwortete derWaräger.Ich weiß Niemand, der das Recht hat, für ihndas Erscheinen in den Schranken zu. versprechen."

Ei, sieh doch, du trefflicher, wiewohl hartköpfiger Here-ward," sagte der Akolnthes,unser Cäsar hat die Vermessen-heit gehabt, seinen dünnen Witz mit dem des Achilles Tatiusmessen zu wollen. Ueberdies besteht er auf seiner Ehre, derErznarr, und der Gedanke mißfällt ihm, ein Weib heraus-zuforeern, oder von ihr herausgefordert zu werden. Darumhat er den Namen des Herrn statt des der Dame gesetzt.Wenn der Graf nicht erscheint, so tritt der Cäsar als Her-ausforderer auf, und verlangt als Sieger (zu welcher Ehreer durch das Nichterscheinen des Gegners wohlfeilen Preiseskommt) die Auslieferung der Gräfin als seiner Gefangenen.Dies wird das Zeichen eines allgemeinen Aufstands werden,

2 *