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„Dich bei deinem eigenen Namen nennen, Edward," sagteder Kaiser (dann brummte er bei Seite: „beim Himmel, ichhabe den Namen des Barbaren schon wieder vergessen!") —„bei deinem eigenen Namen, das soll vorläufig gewiß gesche-hen, bis wir einen anderen gefunden haben werden, der demVertrauen, das wir in dich setzen, entspricht- Für jetzt, liesdiese Schrift, die, wie ich glaube, Alles enthält, was wir vondieser Verschwörung kennen gelernt haben, und gib sie diesemungläubigen Weibe, Las an die Gefahr des Kaisers nicht eherglaubt, bis die Dolche der Verschwornen in seinem Leibewühlen."
Hcreward that, wie ihm befohlen war; »nd als er dieSchrift gelesen, und durch ein Kopfnicken erklärt hatte, daßer mit dem Inhalt einverstanden sei, überreichte er sie derKaiserin, die nicht so bald Einsicht davon genommen hatte,als sie von bitterem Unwillen übermannt wurde, und ihreTochter voll des lebhaftesten Eifers bat: „Hier lies —lies, und urtheile über die Dankbarkeit und Liebe LeinesCäsars!"
Die Prinzessin Anna Comnena erwachte aus einem trübenschweren Nachsinnen; sie betrachtete zuerst die bezeichneteStelle mit geringer Neugier, die jedoch bald auf den höchstenGrad gesteigert wurde. Sie hielt die Schrift wie der Falkeseine Beute, ihr Auge leuchtete vor Unwillen, und gleich einemVogel, der in Wuth geräth, schrie sie: „Blutdürstiger, doppel-sinniger Verräther! was wolltest du thun? Ja, Vater," sagtesie, indem sie voll Wuth aufsprang, „nicht länger soll dieStimme einer getäuschten Prinzessin sich erheben, um denVerräther Nicephorus vor der verdienten Strafe zu schützen!Glaubte er, daß eine in der Purpurkammer geborne sich schei-den, vielleicht morden ließe mit der kleinen Formel der Rö-