Druckschrift 
47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
Entstehung
Seite
193
Einzelbild herunterladen
 

Gemahlin des edlen Grafen von Paris; wenn sie verliert,so wird sie die Geliebte des Casars Nicephorus Briennius."

Das sollen alle Engel und Heiligen verhüten, sagteGraf Robert;würden sie dem Verrath einen solchen Triumphgestatten, so müßte man an ihrem Dasein zweifeln!"

Doch scheint es mir nöthig," sagte der Angelsachse,daß wir beide und andere Freunde, wenn wir solche findenkönnen, am Morgen des Kampfes gewappnet in den Schran-ken erscheinen. Sieg oder Niederlage hängt vom Schicksalab; doch was wir zu bezeugen nicht verfehlen können, ist,ob man bei dem Kampfe redlich verfährt oder nicht, da, wieIhr selbst erfahren habt, Redlichkeit oft schändlich in diesemgriechischen Reich verletzt wird."

Unter dieser Bedingung," sagte der Gras,und mitdem Versprechen, daß mich selbst die äußerste Gefahr meinerDame nicht veranlassen soll, einen redlichen Kampf zu unter-brechen, will ich in den Schranken erscheinen, wenn,wackerer Sachse, mir die Möglichkeit verschaffst, es zu thun, Doch halt," fuhr er nach einem kurzen Nachsinnen fort,du sollst sie es nicht wissen lassen, daß ihr Graf auf demPlan ist, noch weniger sollst du ihr denselben unter der Mengeder Krieger bezeichnen. O, du weißt nicht, daß der Anblickder Geliebten uns oft den Muth raubt, wenn wir ihn geradeam meisten brauchen."

Wir wollen sehen," sagte der Waräger,daß wir dasDing nach deinem Wunsche ordnen, so daß du nichts mehrdaran auszusetzen habest; aber, auf mein Wort! eine so ver-worrene Geschichte sollte nicht durch die ausgespitzten Grillendeiner Ritterlichkeit noch verwirrter gemacht werden. Vielesmuß indessen noch diese Nacht geschehen; und während ichGraf Robert i>- 13