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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
Entstehung
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ron einer Leichenblässe bedeckt, verrieth aber trotz dem einenhohen Grad von Schönheit.

Hereward war bei dieser Erscheinung starr. Der Anzugwar weder griechisch noch italienisch und fränkisch; er warsächsisch, und rief in Hereward tausend zarte Erinnerungen anseine Kindheit und Jugend zurück. Das war eine außeror-dentliche Erscheinung. Es gab in der That z» Constautinopelsächsische Frauen, die den Warägern gefolgt waren, und diesetrugen in der Stadt oft mit Fleiß ihre Volkstracht, weil ihnender Stand und das Betragen ihrer Ehemänner eine Achtungverschaffte, die andere Frauen ihres Standes, einheimischeoder fremde, nicht genossen. Die Mehrzahl dieser Frauen warjedoch Hereward bekannt. Jndeß es war keine Zeit zn träu-men; er selbst schwebte in Gefahr; die Lage des junge» Wei-bes war vielleicht nicht besser als die seinige. Jedenfalls wares klug, den besuchteren Theil des Gartens zu verlassen; erverlor also keinen Augenblick, die ohnmächtige Sächsin nacheinem heimlichen Platz zu bringen, den er kannte. Ein vonLaubwerk bedeckter Pfad führte durch ein Labyrinth zu einerkünstlichen Höhle, auf deren mit MooS, Muscheln-nnd Ma-rienglas gepflasterten Boden die riesige Statue eines Fluß-gottes lag, dessen Stirn, wie gewöhnlich, von Wasserlilien undSchilfgras bekränzt war, und dessen mächtige Hand halb aufeiner leeren Urne lag. Die Haltung der ganzen Figur stimmtemit der Inschrift überein:Ich schlafe wecke mich nicht."

Verfluchte Heidenreliquie," sagte Hereward, der eineifriger Christ war,dummer Block, der du bist! ich will dichschon wecken." So sprechend, schlug er das Haupt der sckla-fenden Gottheit mit seiner Streitart, und störte das Spielder Quelle insofern, daß Las Wasser in das Becken zu fließenbegann.