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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
Entstehung
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Kranz der Ritterschaft nicht überall findet. In diesen Ker-kern schmachtet (lebt kann ich nicht sagen) seit drei Jahrenein blinder Greis. Seine Speise ist Brod, sein GetränkWasser. Sprechen kann er mit niemand als einem mürrischenHüter. Wenn je der Tod einem Menschen als Befreiernahen kann, so ist es diesem blinden Greis. WaS meinstdu? Soll der unaussprechlich Unglückliche nicht Nutze» habenvon der vielleicht einzig sich ihm darbietenten Gelegenheit zurBefreiung?"

Bei St. Dunstan," antwortete der Waräger,Ihr hal-tet allzntren den Eid, den Ihr geschworen habt, Unrecht ab-znstellen! Eure eigene Sache ist schier verzweifelt und Ihrwollt ste ganz verzweifelt machen, indem Ihr sie mit derSache jedes Unglücklichen verknüpft, den das Schicksal Euchin den Weg führt "

Je mehr menschliches Elend wir zu erleichtern suchen,desto mehr Segen werden wir haben von unserer heiligen undunserer lieben Frau zu de» gebrochenen Lanzen, welche mitso viel Schinerz auf jede Art menschlicher Leiden hsrabffeht,ausgenommen die, welche in den Schranken des Kampfes vor'kommen. Auf denn, wackrer Sachse, und erfülle meine Bitte-st schnell wie du kannst. In deinem Gesicht liegt Aufrich-tigkeit und Verstand. Vertrauensvoll will ich mit dir michaufmachen, meine geliebte Gräfin zu suchen, welche, einmalbefreit, uns mächtig bcistehen wird zur Befreiung Anderer."

Es sei," sagte der Waräger.Wir wolle» die GräfinBrenhilda aufsuchen, und haben wir sie gefunden und glau-ben wir uns stark genug, auch den blinden Greis zu befreien,danii soll nicht Feigheit oder Erbarmungslosigkeit von meinerSeite den Versuch hindern."