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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
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halte dich für stumm, wie du blind bist, und glaube mir, daßdas Geschenk der Freikeit selbst mich nicht bestimmen könnte,die Sache eines Unglücksgefährten zu verlassen."

Ach," sagte der Alte,ich horche auf deine Verheißun-gen wie auf den Morgenwind, der mir den Aufgang derSonne verkündigt, obwohl ich wenigstenst sie nie mehr sehenwerde. Dn bist einer der wilden verwegenen Ritter, die seitviele» Jahren der Westen ausseudet, das Unmögliche zu ver-folgen, und darum hoffe ich von dir nichts Festeres, als dieSeifenblasen des eitlen Knaben sind."

Denke besser von uns, Alter," sagte Graf Robert,indem er sich zurückzog;wenigstens laß mich sterben mitwarmem Herzen, und laß mich hoffen, daß ich einst mit mei-ner geliebten Brenhilda wieder vereinigt werde."

Als er dies gesagt hatte, zog er sich in seine eigene Zellezurück, und stellte die Thüre wieder an ihren Platz, so daßdie Arbeite» Ursel's, die nur in einer dreijährigen Einsamkeithatten vollendet werden können, den Nacksuchungen des Wär-ters entgehen mußten.Es ist ein Unglück," sagte er, alser sich wieder in seinem Kerker befand, den er sogleich andem gefallenen Tiger erkannte,es i.l ein Unglück, daß ichstatt eines jungen kräftigen Mitgefangenen einen abgelebtenund erschöpften Blinden gefunden habe. Doch Gottes Willegeschehe! Ich will den armen Schelm, den ich in einer solchenLage gefunden habe, nicht verlassen, obwohl er nickt fähigist, meine Flucht zu befördern, sondern eher sie zu verzögern.Unterdessen will ich, ehe ich die Kerze auslöscke, genau Nach-sehen, ob ick nicht noch eine andere Tküre in der Mauerentdecke, die da sein muß, wenn man mich nicht, wie ichvermuthe, durch die Decke heruntergelassen hat. Dieser Wein«