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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
Entstehung
Seite
87
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von dem schönen Geschöpfe nahm. Seine Thorheit scheltend,doch den Kuß zurückgcbend, begann Brenhilda besorgt zuwerden, wie sie ihren Weg zu dem Kaiser finden sollten.

Das Räthsel war bald gelöst; ein leises Klopsen an derThüre kündete Agelastes an, welchem der Kaiser wegen seinerBekanntschaft mit den fränkischen Sitten den Auftrag gegebenhatte, die edlen Fremdlinge einzuführen. Ein entfernter Ton,der wie Löwengebrüll lautete, bezeichnet« den Anfang derCeremonie. Die schwarzen Sclaven der Wache, die, wie be-merkt worden ist, in geringer Anzahl zugegen waren, standenin ihren weißen und goldenen Staatskleidern da, in einerHand den bloßen Säbel, in der anderen eine Wachskerze hal-tend, um den Grafen und die Gräfin nach dem Inneren desPallastes und dem ehrwürdigen Audienzsaale zu geleiten.

Die Thüre dieses s-inciiiw »ancturuw war niedriger alsgewöhnlich; es war dies der Kunstgriff eines fanatischen Hof-bedienten, der den hochgestalteten Franken zwingen wollte,sich bei seinem Erscheinen vor dem Kaiser zu bücken. Alsdie Thüre aufflog, und Robert im Hintergründe den Kaiserauf dem Throne sitzen sah, von einem Lichtmeer umgeben,das sich in den Edelsteinen, die den kaiserlichen Ornat be-deckten, tausendfach brach und wiederstrahlte, blieb er plötzlichstehen und fragte, warum man ihn durch eine so niedrigeThüre führe. Agelastes deutele auf den Kaiser, um sich einerFrage zu überheben, die er nicht hätte beantworten können.Der Stumme, um sich für sein Schweigen zu entschuldigen,öffnete den Mund, und zeigte Len Verlust seiner Zunge.

Heilige Jungfrau!" sagte die Gräfin,was mochte dieserarme Afrikaner gethan haben, um eine so fürchterliche Strafezu verdienen?"

Die Stunde der Vergeltung ist vielleicht gekommen,"