mannen seien. Dort geht er mit Achilles Tatins, dem Be-fehlshaber dieser Schaar. — Ruft ilm hierher, Offiziere! —jenen großen Mann, meine ich, mit der Streitart auf derSchulter"
Hereward, dessen Platz an der Spitze seiner Schaar war,wurde vor die Prinzessin gerufen, wo er seinen militärischenGruß mit einem finstere» Ausdruck verrichtete, als er denstolzen Franzosen erblickte, der neben Anna Comnena ritt.
„Hab' ich dich nickt reckt verstanden, Bursch," sagteAnna Comnena, „als du mir vor etwa einem Monat sagtest,daß Normannen und Franken dasselbe Volk und Feinde dei-nes Stammvolkes seien?"
„Die No.mannen find unsere Todfeinde, Prinzessin,"antwortete Hereward, „durch die wir aus unserem Geburts-lande vertrieben worden find. Die Franken find Unterthanendes nämlichen Oberlehens >crrn, wie die Normannen, unddarum lieben sie die Waräger nickt und werden nicht vonihnen geliebt."
„Armer Sckelm," sagte der fränkische Graf, „Ihr thutden Franken Unrecht, und schreibt den Warägern, wiewokles nicht zu verwundern ist, zu viel Wichtigkeit zu, wenn Ihrglaubt, daß ein Volk, das schon seit einem Mensckenalternicht mehr zu den selbstständigen Nationen gehört, für unsein Gegenstand der Zuneigung oder des Hasses sein könne."
„Ich kenne," sagte der Waräger, „den Stolz EurerHerzen und den Hockmuth, womit Ihr diejenigen betrachtet,welche im Kriege weniger glücklich als Ihr gewe.en seid.Gott ist es, der zu Boden schlägt und aufricktet, und nichtsin der Welt wäre den Warägern lieber, als wenn ihrerhundert mit den räuberischen Normannen oder den eiteln