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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
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lief. Bei jeder Wendung bot dieser Pfad einen neuen rei-zenden Anblick dar. Am Strand sah man Mädchen tanzenund Schäfer auf Flöten dazu spielen oder Handpauken dazuschlagen, wie in Gruppen alterthümlicher Bildhauerei zu sehenist. Die Gesichter dieser Menschen hatten etwas antikes.Die Aeltlichen erinnerten mit ihren langen Gewändern, ihrenherrlichen Köpfen und ihrer würdevollen Haltung a» Priesterund Heilige, während die Züge der Jüngeren den Heldendes Alterthums entlehnt zu sein schienen, und den lieblichenFrauen, welche sie zu Thaten begeisterten.

Aber der Griechenstamm war in diesem Land nicht un-vermischt und rein zu sehen. Die Wanderer erblickten baldGestalten, die eine ganz andere Herkunft verriethen. An einerStelle des Ufers, über welche der Pfad hinzog, bildeten Felseneinen Halbkreis um eine sandige Fläche. In dieser Rundungtummelte sich ein Trupp heidnischer Scythen Abbilder derbösen Geister, welche sie, wie es hieß, anbeteten. Ihre mehrbreiten als langen Gesichter hatten weit seitwärts sitzendeSchweinsaugen und aufgestülpte Nasen, durch welche man inihr Gehirn hineinsehen zu können glaubte. An ihren kurzenzwerghasten Leibern saßen unverhältnißmäßig lange und starkeArme und Beine. Als dis Wanderer vvrübergingen, hieltendie Wilden eine Art Turnier, wie Robert es nannte, d. h.sie schleuderten gegen einander lange Rohre mit solcher Kraft,daß mancher vom Pferd geworfen oder sonst verletzt wurde.Einige von ihnen, welche in dem Augenblick ruhten, heftetenlüsterne Blicke auf die schöne Gräfin. Brenhilda sagte zuihrem Gemahl:Ich kenne keine Furcht; aber wenn EkelFurcht erwecken könnte, so wären diese Bestien im Stand,mich zu erschrecken."

Heda, Herr Ritter!" rief einer der Ungläubigen,Euer