eine Bedingung," erwiderte der Philosoph. ,,An dem schön-sten Weg, der zur Stadt führt, habe ich ein kleines Kiosk,eine Einsiedelei, wo ich zuweilen meine Freunde empfange,welche, wie ich wohl sagen darf, zu den achtbarsten Personendes Reichs gehören. Zwei oder drei von ihnen werden michheute wahrscheinlich mit ihrem Besuch beehren und mit mei-ner Bewirthiing Vorlieb nehmen. Könnte ich diese Gesell-schaft durch Zuziehung des edlen Grafen und der edlen Grä-fin von Paris vermehren, so würd' ich meine ärmliche Woh-nung als für immer geehrt betrachten."
„Was meinst du, meine Hausfrau?" fragte der Graf.„Dem Höchstgeborenen paßt die Gesellschaft des Sängers,welche den höchsten Rang und die größten Thaten erhöht.Die Einladung ist zu ehrenvoll, als daß wir sie znrückweiscnkönnten."
„Es wird etwas spät," antwortete die Gräfin^ „Aberwir sind nicht hierher gekommen, um uns vor der sinkendenSonne oder einem düster werdenden Himmel zu fürchten.Ich halte es für eine angenehme Pflicht, zur Verfügung desguten Vaters jegliches Vergnügen zu stellen, welches ich ihmbieten kann, da ich schuld gewesen bin, daß sein Rath nichtbefolgt worden ist."
„Der Weg ist so kurz," bemerkte Agelastes, „daß wirwohl thun, zu Fuß weiter zu gehen, wofern die Frau nichtPferde bedarf."
„Ich brauche keine Pferde," erwiderte Brenhilda. MeineDienerin Agatha hat bei sich, was ich bedarf, und im kle-brigen reist kein Ritter mit so wenigem Gepäck, wie meinGemahl."
Agelastes ging nun durch das kühle Gehölz voran undseine Gäste folgten ihm.