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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
Entstehung
Seite
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gewaltsam niedergehalten sein. Mit einem Blick unaussprech-licher Liebe ließ sie die um ihren Gatten geschlungenen Armelos, behielt jedoch seine Hand in der ihrigen, und wandtesich mit einem Antlitz, in welchem den halbvcrwischten Thrä-nen ein bescheidenes Lächeln der Zufriedenheit gefolgt war,zu Agelastes, wie zu einem, den sie acktcte und gegen densie ein Unrecht gut machen wollte.Vater," sagte sie,zürntmir nicht, daß ich einen der besten Ritter verhindert habe,das Abenteuer Eurer bezauberten Fürstin zu unternehmen.In unserm Land, wo Rittersüte und Gottesglaube nur eineGeliebte und ein Weib »erstatten, sehen wir nickt gern unsereGatten sich in Gefahren stürzen zumal von der Art, woeinsame Frauen zu erlösen und Küsse das Lvsegeld sind. Ichhabe so viel Vertrauen auf meines Roberts Treue als irgendeine Frau auf einen liebenden Ritter haben kann; indeß"

Liebliche Frau," unterbrach Agelastes, der trotz seinerDurchtriebenheit sich der Rührung beim Anblick der unge-fälschten Liebe des hübschen Paares nickt erwehren konnte,Ihr habt nichts BöseS gethan. Der Zustand der Fürstinist nicht scklimmer als er gewesen, und eS unterliegt keinemZweifel, daß der zu ihrer Erlösung bestimmte Ritter in derbestimmten Zeit erscheinen wird."

Die Gräfin schüttelte, schwermuthig lächelnd den Kopfund erwiederte:Ihr wißt nicht, wie mächtig die Hülfe ist,deren ich leider diese unglückliche Dame beraubt habe durcheine Eifersucht, welche ich jetzt als kleinlich und unwürdiganerkenne. Ich bedauere dieselbe so sehr, daß ich nickt ab-geneigt wäre, meinem Einspruch gegen Roberts Eingehen-auf das Abenteuer zurückzunehmen." Hier sab sie etwasängstlich nach ihrem Gemahl, wie wenn sie ein Erbieten ge-macht hätte, welches sie nicht gern angenommen sähe. Sie