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Er hegte zwar Achtung für Gottfried von Bouillon, ohnesich ihm jedoch zu unterwerfen. Dieser kluge Fürst, der Allesaufgebvten hatte, ihn von der Rückkehr zur Kaiserstadt abzu-halten, indem er die Sache zu seiner eigenen Angelegenheitmachte, ließ ihn am Ende gehen, und bezeichnete ihn demGrafen von Toulouse als einen wilden Abentheurer, der nurseiner wetterwendischen Laune folge. „Er bringt keine fünf-hundert Mann zum Kreuzzug," sagte Gottfried; „und ichschwere darauf, daß er sie nicht einmal kennt und sich umihre Bedürfnisse nichts kümmert. In seinem Ort tont immerdie Trompete zum Angriff, so daß er auf ein anderes Signalgar nicht hören kann. Seht, wie er dort hinstreicht, daswahre Bild von einem Schulbuben, der an einem Feiertagden Scbulzwang von sich wirit, halb von Neugier, halb vonLust zu Unfug beseelt."
„Und," sagte Raimund, Graf von Toulouse, „mit einerEntschlossenheit, woran das ganze Heer der Kreuzfahrer genug,haben konnte. Aber ein so leidenschafllicher Eisenfresser ichGraf Robert, Laß er eher den ganzen Kreuzzug auf's Spie!setzen, als die Gelegenheit verlieren möcbte, einen würdigenGegner in den Schranken zu treffen oder, wie er es nennt,unsere liebe Frau von Len zerbrochenen Lanzen zu verehren»Wer ist der dort, zu dem er sich eben gesellt, und der,scheini's, mit ihm nach Constantinopel zurückkehrt oder viel-mehr strolcht?"
„Ein gewaffneter Ritter in glänzender Rüstung — dochein wenig unter der Ritterstatur," antwortete Gottfried. „Esist, vermuthe ich, die berühmte Dame, welche Robert's Herzdurch Mulh uns Tapferkeit in den Schranken gewonnen hat,und die Pilgergestalt in dem langen Kleide mag ihre Tochteroder Nichte sein."
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