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47 : Graf Robert von Paris ; 2 (1846)
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bei seinen eigenen Unterthanen verschaffen konnte. Die Mittel,deren er ffch bediente, waren verschiedener Art, und mehr ausPolitik als aus Wahl durch Falschheit und Niederträchtigkeitgeschändet: hieraus folgt, daß der Kaiser dem Beispiel derSchlange folgte, die sich im Grase verbirgt, um hinterlistigdiejenigen zu stechen, denen sie mit dem Schritt des muthigenedlen Löwe» nahe zu kommen bangt. Jndeß wir schreibenhier keine Geschichte der Kreuzzüge, und so lassen wir es dennbei dem, was wir von den Maßregeln des Kaisers bei derersten Erscheinung Gottfrieds von Bouillon und seiner Ver-bündeten bereits gesagt haben, bewenden.

Etwa vier Wochen waren unter Streitigkeiten und Wie-derversöhnungen der Kreuzfahrer und Griechen verflossen. Die«ersteren wurden der Politik des Alexius gemäß theils mitausgezeichneter Ehre empfangen und ohne Führer mit Gunstund 'Achtung beladen, während hie und da einzelne Schaaren,die den Weg zur Hauptstadt suchten, von leichten Truppen ab-geschnitten und niedergemacht wurden, die sich leicht das An-sehen von Türken, Scvthen oder anderen Ungläubigen gaben,solches zuweilen auch wirklich waren, jedoch im Sold des grie-'chischen Kaisers. Oft auch ereignete es sich, d^ß, währenddie mächtigeren Führer des Kreuzzuges mit den kostbarstenLeckerbissen und in Eis gekühlten Weinen bewirthet wurden,die Untergebenen derselben absichtlich verfälschtes Mehl, ver-dorbene Lebensmittel und schlechtes Wasser erhielten, wovonsie krank wurden und in großer Zahl hiustarben, ohne je einenFuß breit von dem heiligen Lande gesehen zu haben, für dessenEroberung sie Ruhe, Auskommen und Vaterland geopferthatten. Diese Feindseligkeiten blieben nicht unbemerkt. VieleAnführer des Kreuzzuges griffen die Treue ihrer Verbündetenan, beschuldigten die Grieche» als Urheber der ihren Heeren