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Worten: er wisse sich nicht verpflichtet als Landsasse dem Fürstenirgend etwas zu leisten, er sei Niemand auf der Welt als nur sei-nem Obersten, dem Administrator des Hochmeisterthums und Meisterin Deutschen Landen, sowie seinem ritterlichen Deutschen Orden mitEid und Pflicht, Huld und Gelübde verwandt und zugethan. Erbewies zugleich aus früheren Verträgen, daß dieses sein Verhältnißauch vollkommen dem Recht entspreche. Der Landgraf ließ ihn dar-auf zur Tafel laden und äußerte ihm seine volle Zufriedenheit mitder von ihm gegebenen Erklärung, indem er zugleich versicherte, daßer die früheren Beeinträchtigungen des Ordens mitnichten billigenkönne und man von ihm nicht fürchten dürfe, daß dem Orden inseinen Verträgen und Herkommen im geringsten Eintrag geschehenwerde. Diese freundliche Gesinnung bezeugte er dem Landkomthurauch noch durch einen persönlichen Besuch, womit er ihn im Ordens-Hause beehrte ').
Im Spätherbst des I. 1624 erhielt der Deutschmeister vondem jungen König Philipp IV von Spanien den Antrag, in seinemNamen die einstweilige Regentschaft des damals noch mit Spanienvereinten Königreichs Portugal zu übernehmen. Er nahm das An-erbieten an; er mochte sich aus den unseligen Wirren Deutschlandshinwegsehnen, denn eben damals stand der große Bund zwischenEngland, Frankreich, Savoyen, Venedig, Graubünden und Hollandden beiden Mächten Oesterreich und Spanien gegenüber. Manmeint auch, der Orden habe gehofft, der Meister werde vielleichtdurch des Königs Gunst die einstigen, freilich längst verlorenenOrdensbesitzungen in Spanien für ihn wieder gewinnen können ^).Wohl möglich, daß auch der Meister diese Hoffnung theilte. Erbegab sich im November in Livorno zu Schiff und langte nach glück-licher Fahrt in Barcelona an. Dort soll aber schon der nicht ganzmäßige Genuß des ungewohnten Spanischen Weins auf seine durchdie Seereise angegriffene Gesundheit nachtheilig gewirkt haben. Ersetzte jedoch dessenungeachtet die Reise bis Madrid fort, wo er am24. November höchst ehrenvoll empfangen ward. Sein körperlicherZustand verschlechterte sich dort von Tag zu Tag, so daß bald alle
') Die Verhandlungen über die erwähnten Vorgänge im März und April1624 im Histor.-diplom. Unterricht M-o. 199. 200. 201. Vgl. Rommel Gesch.von Hessen VI. 223 Anmerk. 160.
-) vk IVa.1 VIII. 541.