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2 (1859)
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Haufen von nachziehenden Juden umschwärmt, die ihnen die Beuteabhandeltcn '). Selbst die Schätze des dortigen Archivs wurdennicht geschont °).

Als so das Plünderungswerk vollbracht war, zog der Heer-hanse hinüber nach Amorbach, an seiner Spitze als FeldhauptleuteGötz von Berlichingen, Georg Metzler von Ballenberg und HansReiter von Birringen. Von dort erließen sie an den Rath unddie Gemeinde zu Gundelsheim den ernsten Befehl, sofort dafür zusorgen, daß die Burg Horneck ohne Verzug bis auf den Grund ge-brochen und zerstört werde. Schon nach wenigen Tagen ward dasVernichtungswerk von vierzehn Bauern ausgeführt und das schöneOrdenshaus, nachdem sie es völlig ausgeleert, bis auf die letztenReste uiedergebrannt °).

Auch Mergentheim ward von dem wilden Sturm heinigesucht.Dort brachen schon gegen Ende des März allerlei aufrührerischeBewegungen auö und der dortige Komthur Wolfgang von Bibra Ihatte es nicht verhindern können, daß ein meuterischer Bürgerhaufe,den Hof des nahen Klosters Schönthal erstürmend, sich der reichenWeinvorräthe der geistlichen Herren bemächtigte und Tage lang invollem Jubel schmauste. Nicht sehr fern von der Stadt lag GeorgMetzler von Ballenberg mit einein Haufen Odenwälder. Durch sieaufgehetzt übte eine Partei aufbrausender junger Leute ihren Ueber-muth im Gespött und trotzigen Reden über die Ordensherren undden Komthur aus. Noch war zwar die Mehrheit der Bürgerschaftdem Orden treu ergeben und man versprach dem Komthur, man

') Nach Zimmer mann II. 486. 491.

Nach einer Inschrift am Thurm zu Horneck wurde die Burg am Sonn-tag nach Ostern, also am 23. April eingenommen und geplündert. BncholtzFerdinand I. II. 149. Vs IV al lieslieroli. I. 345 bemerkt dabei: 6'ost 6. Lpiessgul a stä elmnsolier äs 1'Orärs sons Is Oranä-Llaitre äs 6ronber§, gni normaxpronä gns la cliansellsrie äes Llaltres ä'HIsinaZns ir llornsolr, a. ätä sn-tiäremeot äevastse en ineins tvins gnv I« obatoan.

Der Befehl der genannten Hauptlente bei äasAsr IV. 40 hat das Da-tum: Freitag nach Misericordia Domini 1525; dieß ist der 5. Mai. Nach dererwähnten Thnrminschrift wurde aber die Burg schon am Freitag nach Qna-simodogcniti, also am 28. April gebrochen. Diese Angaben lassen sich nur da-durch vereinigen, daß beiäasgor statt Freitag nach Misericord. gelesen werdenmüßte: vor Misericord., das ist der 28. April.

I Bibra war damals nicht Landkomthnr in Franken, wie ihn Zimmer-mann bezeichnet, sondern Komthur in Mergentheim.