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der sogar, vermnthlich in müßiger Stunde, das kaiserliche Kabinctzu Wien hatte beschäftigen könne». Beide Redner schienen zwarder römisch-katholischen Kirche, aber nicht gleichem Glauben an-zngehörcn, was oft der Fall ist. Des Mannes Sprache verrietstden Schweizer; die der Fran eine Schwäbin, voll frommer Zorn-mulhigkeit.
Sic meinte: alle Mächte der Erde und des Himmels müßtensich zur Ausrottung der gottlosen Kirchcnschänder vereinige», welcheso viele fromme unschuldige Mönche, so viel gottselige Beter in diearge Welt hinansgestoßcn hätten.
Er dagegen fand, Jedermann könne, gleichviel ob mit geschor-nem oder nngeschorncm Kopf, am besten Wohl für sich selber beten;und die Unschuld der Klvsterhcrren sei billig zu bezweifeln, weilgerade in den ihnen nächstgclegcnen Dörfern, in den Jahren 1830,1835 und 1841 das unwissende Landvolk zum Aufruhr gegen dieKantonSrcgiernng angercizt worden wäre.
Die Fran ließ das nicht gelten. In langer Rede bewies siedein Manne, wie sie hoffte, sonnenklar, wenn sich die Bauerndreimal empört hätte», wär' cs zum Schutz der bedrohten Religiongeschehen, über deren Werth und Heiligkeit sie von den HerrenGeistlichen gehörig belehrt worden seien. Denn es sei ausgemacht,daß die Klöster die wahren und kräftigsten Stützen der Religionund Frömmigkeit in jedem christlichen Lande wären.
Während sie sprach, zog der Schweizer eine Brieftasche hervor,blätterte und rief: das sei eben noch nicht ausgemacht; sonst wür-den Christus und die Apostel Wohl für dergleichen Säulen gesorgthaben. Er komme ans Italien; habe Neapel gesehen; da findeman wenig Frömmigkeit, wohl Sittcnlofigkeit genug unter reich „und arm, trotz 150 Klöstern, ungerechnet 500 Kirchen nnd Kapel-len; Frankreich nnd Spanien hätten ehemals von Klöstern gewim-melt, nnd doch wisse man, wie cS dort in den Revolutionen her-