Druckschrift 
14 (1853)
Entstehung
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Ich war untcr der Last des gestürzten Baumes begraben, und kenntemich nicht regen. Alte meine Gebeine waren mir wie zerschmet-tert.Clermont, lieber Clermont!" schrie ich:Wo sind Sie?Retten Sic mich."

Er kam mir, een seiner Betäubung genesen, wirklich nacheinigen Minuten zur Hülfe; mit seinem Beistände gelang cS mir,meine zermalmten Glieder unter den Zweigen der Tanne hcrvor-znziehcn. Zwar überzeugt' ich mich bald, daß ich weder Arm »ochBein gebrochen; aber doch war ich kaum im Stande, aufrecht zustehen; das Blut drang durch meine zerrissenen, vom Regen schwere»,armseligen Pilgcrkleidcr.

Untcr den größten Schmerzen schleppt' ich mich langsam ansClcrmonts Arm gestützt weiter. Nirgends sahen wir eine mensch-liche Wohnung. Wir beschlossen, bis zu einem vor uns liegendenübcrhangenden Felsen zu gehen, unter welchem ich, wenigstensvor dem Regen gedeckt, liegen bleiben wollte, bis Clermont mirHülfe ans der Nachbarschaft bringen konnte. Denn weit warenwir, nach unserer Rechnung, nicht mehr vom Kloster, welches wiraus der Ferne vom Berggipfel herab gesehen hatten.

Indem wir nms Gebüsch traten gegen die Felswand, welchemir Schirm gegen den Regen geben sollte, überraschte uns dieseitsamste Erscheinung. Lange glaubten wir ein Gespenst, einFantom unserer erschrockenen Leidenschaft zu erblicken.

Auf einem Steine untcr dem Fclsgewolbe saß unbeweglich einGreis, mit langem, grauem Bart, der die Arme in einander ver-schlungen hielt, und vor sich, wie in ein tiefes Nachdenken ver-loren, hinstarrte. Weder das Heulen des Sturmwindes, noch dasbetäubende Schlagen des Donners weckten ihn aus seinen Be-trachtungen. Sein Gewand war ein gelber Kittel von grobemSacktuch, und hatte den Zuschnitt eines Mönchcnrocks. Auf jedenAermel waren ihm von schwarzem Tuche zwei kleine Tenfelsfignren