Druckschrift 
14 (1853)
Entstehung
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Das wollte also so viel sage», als der Inquisition. Ich ge-stehe, der Schreck entnervte mich. Alles, was ich ln deutschenSchriftstellern jemals über die nngchcnern Grausamkeiten diesesblutdürstigen Gerichtes gelesen hatte, schwebte plötzlich vor meinemGedächtnis;. Und das Bild des gräßlichen Torqcmada, der binnenvierzehn Jahren sechstausend Scheiterhaufen anzünden ließ, hingvor mir.

Clermont, lebhafter als ich, wollte sich der Verhaftung wider-setzen. Er rief vergebens seine Unschuld an; zog seine Schriftenseine Pässe vor; drohte und wülhctc. Ich wollte mich zn ihmwenden nnd ihn besänftigen sah ihn aber schon von zwei Fa-miliäres bei den Armen gehalten, fast am Ende des SänlcngangeS.Der Algnazil folgte ihm.

Keinen Widerstand," sagte einer von den zurückgebliebenenKerls zu mir, nahm mich bei der Hand, und führte mich, ohneein Wort weiter mit mir zn verlieren, nach dem entgegengesetztenEnde der Arkaden. Ich sah mich noch einmal nach Clermont um;er war aber schon verschwunden.

Als wir vor einem dunkeln Korridor im Klostergcbäude standen,warf man mir ein Tuch über den Kopf und verband mir die Augen.Dann führte man mich durch allerlei Gänge, bald links, baldrechts nnd wieder links, um mich wahrscheinlich zn verwirren;endlich eine Treppe hinab, dann wieder rechts nnd links, undrechts, bis eine Thür aufgeschlossen ward, wo wir hineintratcnnnd mir die Augen geöffnet wurden. Ich stand in einer kleinenZelle. Durch ein vergittertes Loch fiel das Tageslicht sparsamgenug herein. Man untersuchte mich bis ans die Haut; nahmmir alle Papiere, alles Geld, alles Metall, so ich am Leibe trug;band alles mit meinem Taschentuch in ein Bündlein zusammen,nnd ging davon. Ein Strohsack, ein Nachtstnhl, ein kleiner Tisch,