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Räuber in sichern Schlupfwinkeln nisteten, und die Beute verbar-gen, welche sie den umliegenden Gegenden, oder den Reisendengenommen, liegen heutiges Tages unzählige, artige Wohnungennmhcr verstreut, nnd jede derselben ist der Mittelpunkt eines kleinenLandgutes. Damals hatte die weite Sierra Morcna, einer dürrenSteppe Afrika's gleich, keinen Bach, keinen Quell; nun aber hatfast jedes Wohnhaus seinen eigenen Schöpfbrunnen; fünf Flüssebewässern die Landschaft nnd treiben mit ihrem Wasser mehrereMühlen. Einzelne Dorfschaften gewannen schon ein städtisches An-sehen; ich sah in Carolina schon Fabriken von Fayence, grobenTüchern, Hut- nnd Strnmpfmannfakturcn. Auch fehlen nichtKirchen, Kapellen, Hospitäler und gute Wirthshänscr, so schlechtdie letzter» sonst fast überall in Spanien bestellt zu sein Pflegen.
Nnd der große, »»sterbliche Mann, welcher diese Sierra, die-sen ehemaligen Aufenthalt wilder Thierc nnd Räuber in eine derkultivirtcsten, angenehmsten Provinzen Spaniens verwandelt hatte, >>nnd der Wohlthäter von vielen tausend beglückten Familien, derWohlthäter des ganzen Königreichs geworden war — er mußtejetzt das Glück entbehren, die Frucht seiner Anstrengungen nndSorgen zu sehen. — Während das gcsammte Europa den Namendes edel» Olavides mit Ehrfurcht und Enthusiasmus nannte,schmachtete er, preisgcgcbcn der abscheulichen Inquisition, in ir-gend einem unbekannten Kerker derselben. Dies war der Loh»des Mannes, der seinem Monarchen mitten in dessen Staatendurch die Gewalt seines Genies ein neues, fruchtbares Land er-obert hatte.
Mehrmals wollt' ich mich thcilnchmcnd nach den Schicksalendieses außerordentlichen Mannes erkundigen, aber man warnte mich.
Der Nachfolger und Freund des Olavides, Don Ondcano, batmich, nm Nnannehmlichkeitcn ausznweichcn, den durch die KircheGeächteten nie in Gesellschaften z» nennen, oder gar zu loben.