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Wo irgend er in der Stadt predigte, war sic gewiß seine Zuhöre-rin, und saß sie, wie ihr neuester Biograph versichert, gewöhn-lich in der ersten Reihe seiner Zuhörerinnen. Ungeachtet beide ein-ander ihre Zuneigung gestanden, entschloß er sich doch erst vieroder fünf Jahre später zur Ehe. Priestcrchc war damals noch einWagstück, obgleich ihm andere schon mit Beispiel vorangcgangenwaren. — Sein Haus stand allen Freunden gastfreundlich offen,deren nicht wenige nach Zürich kamen, den außerordentlichen Mannpersönlich kennen zu lernen. So wenig ihn die Lästerungen, selbstNachstellungen seiner fanatischen Feinde schreckten (man warf ihmFenster ei», schoß ans ihn, verleumdete ihn in einer Menge vonFlugschriften als den leibhaften Antichrist), eben so wenig erregtedie öffentliche Bewunderung und der Ruhm, dessen er in Hüttenund Palästen genoß, in seinem bescheidenen Selbstgefühl einigenStolz.
Man hat »och Briefe von ihm, an seine Brüder in der väter-lichen Hütte bei Wildhans gerichtet. Diese Brüder trieben Land-bau oder gingen znm Theil in ausländischen Kriegsdienst. Ersprach zu ihnen, als Bruder, als Gottgcweihter, als Republikaner„Nie ist's der Fall," sagt er zu ihnen, „daß ich nicht wüßte,wie cS um Euch siebe; so fleißig ist mein Fragen nach Euch. Ichaber muß die Arbeit, zu der mich Gott berufen hat, voliführen,gehe mir'S dann, wie Gott will; alles Besorgliche Hab ich vorherbedacht. Ich bleib ewig Euer Bruder, wenn ihr Christi Brüderbleibt. — So oft ich vernehme, Ihr lebet von Eurer Hände Ar-beit, wie Ihr hergekommcn seid, so bin ich froh zu wissen, daßIhr den Adel, von dem Ihr geboren seid, von Adam, Wohlunterhaltet; und Eurer, die Ihr daheim die Wirthschaft treibt,
besuchte, nennt sie in der Beschreibung seiner Reise „ein eigentlichEngclSweib."