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len Freunden »nd Freundinnen umher; oder sah sich wieder nebenseinem Freunde Karl non Notteck, dem edeln deutschen Bürger,und im Kreise von dessen liebenswürdiger Familie, ans der Berg-hohe ihres kleinen Gutes.
Doch plötzlich verschwanden die Bilder des Vergangenen vordem Andrange und Rufe der lebendigen Gegenwart. Denn innicht mehr weiter Ferne erblickte er sein nach eigenem Plane er-bautes, einfaches Landhaus, dem Städtchen Rorau gegenüber, aufmäßiger Höhe am waldbekränztcn Hügel. Er erblickte die riesen-hafte Trauerweide, welche unterhalb des Gebäudes und Gartens,am Abflüsse einer Quelle, ihre langen Zweige im Hauche derAbendlust über die Wiese flattern ließ. Er erblickte die schlankaufgeschossenen Pappeln, welche, hinterwärts dem Hause, den Hos-rauni mit seinem rinnenden Brunnen und dem Taubenhänschen aufdem Pfeiler umringten.
Da richtete er sich von seinem Sitze auf, statt mit Freudig-keit, mit bangen Besorgnissen. Seine Augen suchten links undrechts, als wollten sie jeden der ans der Landstraße Wandelndenfragen: „Wie steht's in jenem Hause?" Er war nichts weniger,als abergläubisch, und doch Pflegte er bei solchem Anlässe wohlmit Einbildungen zu spielen, die sein gesunder Verstand im gleichenAugenblicke verwarf. So weissagte er sich ans dem Gesichte vonBekannten, die ihm zuerst begegnen würden, ob er die Seinigcnin der Heimath wohlauf, oder nicht, antrcffcn werde?
Man mag ihm die kleine Aengstlichkeit Wohl verzeihen; dennseine Familie, so zahlreich sic war, gehörte zu den glücklichen,wie fle leider selten sind. Sic war es nicht durch Ncichthum. Beieinem bescheidenen Vermögen lebte sie weit eingeschränkter, alsmancher Handwcrksmaun und Landwirth. Sie war glücklich durchSitteneinfalt, religiöse Lebensweisheit und Grundsätze, welcheVater Daniclis mit unerbittlichem Ernste in seinem Hause von