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2 (1857)
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1715
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1715

Der commandircnde General und Fcstungs-Commandant Feldmarschall-Lieutenant Freiherr v. Rukavina übertrug dem Obersten Sztankovics unterseiner persönlichen Oberaufsicht die taktische Leitung der Verteidigung, und alskurz nach dem Beginne der Belagerung der Commandant der Garnisons-ArtillerieMajor von Scherb erkrankte, später auch der Genie-Localdirector Major vonSimonowitz durch eine Bombe tödlich verwundet worden war, vereinigten sichalle Zweige der Verteidigung in seinen Händen. Ilnn gebührt daher vorallen Anderen, welche an der folgenreichen Erhaltung der Festung Tlieil genom-men, das Verdienst, zu dem glücklichen Resultate durch seinen ausgezeichnetenEifer, seine Thätigkeit und Umsicht das Meiste beigetragen zu haben. Die frühe-ren Leistungen vor dem Feinde und der hierdurch erworbene Ruf gewannen ihmdurch seine militärischen Kenntnisse und den seihst die höchsten Anforderungenübersteigenden Eifer das Vertrauen Aller in so hohem Grade, dass er als die Seeleder Verteidigung betrachtet wurde. Überall wo eine entscheidende Massrcgclzu treflcn war, bei Tag und Nacht so wie auf den gefährlichstenPunctcn im gröss-ten Bomben- und Kugelregen, vollzog er die Anordnungen desFestungs-Comman-danten und traf selbst in Fällen, wo Gefahr im Verzüge lag, an Ort und Stelle dienötigen Vorkehrungen, leitete persönlich Ausfälle und entfernte sich überhauptnicht früher, als bis der gewünschte Erfolg seiner Verfügungen erreicht war. JedemEinzelnen gab dieser unermüdete Officicr das Beispiel der seltensten Bravour undder standhaftesten Ausdauer, und er konnte sich rühmen neben dem Fcstungs-Commandanten die zu Gebote gestandenen, lange nicht ausreichenden Kräfte sozweckmässig verwendet zu haben, dass die Besatzung in die Lage kam die Festungbis zur Ankunft des Entsatzes halten zu können, wodurch dem Gange der Opera-tionen in Ungarn der angestrebte Erfolg gesichert wurde.

Dieses waren Sztankovics grosse Verdienste um Kaiser und Vaterland; siemachten ihn der Aufnahme in den Maria Thcresien-Or den durch das Capitolvom Jahre 1850 würdig.

Auf sein Ansuchen wurde ihm unterm 21. Juni 1850 der statutenmässigeFreiherrnstand zu Theil, und gleichzeitig geruhte Se. Majestät der Kaiser dentapferen Obersten zum General-Major und Brigadier zu ernennen.

AUGUST von Auenfels, Georg Freiherr,General-Major, Ritter des Ordensder eisernen Krone 2. Classe, durch die Vertheidigung der Festung Karlsburg imJahre 1849 berühmt geworden, Sohn des im Jahre 1801 geadelten HauptmannsS obastian August, erblickte er das Licht der Welt zuBroczkowzko in der Banal -Grenze im Jahre 1773. Als achtzehnjähriger Jüngling begann August dieLaufbahn bei dem 58. Infanterie-Regimente, wo er 1793 zum Fähnrich vorrückte.

Dieser ehrwürdige Veteran hatte allen Kriegen gegen Frankreich vom Aus-bruch der Revolution bis zum zweiten Pariser Frieden beigewohnt, und wurde

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