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Um 7 Uhr Abends war die „glorreiche“ Sclilaclit zu Ende, der Feind durchnur 20,000 Mann aus all’ seinen vortlieilbaften Stellungen vertrieben und ein Siegerfochten, der eben so die Intelligenz des Feldlierrn, wie den Mutb der Armee füralle Zeiten verewigt.
In Folge dieses geruhte Sc. Majestät Kaiser Ferdinand mit AllerhöchstemIlandbillet aus Innsbruck vom 28. Juli dem Feldmarschall das Grosskreuz desMariaThercsicn-Ordens unter den schmeichelhaftesten Ausdrücken der Freudeund Bewunderung zu übersenden.
Die errungenen Vortheile vom 25. Juli konnten erst durch die Verfolgungdes Feindes ihr eigentliches Gewicht erhalten. Diese begann denn sogleich, und derFeldmarschall setzte sich am 26. gegen Volta in Bewegung, wo ein heftiger Kampfsich entspann, der die ganze Nacht über währte, ohne Rast, ohne Ordnung. Erstam andern Morgen gelang es, den Kampf zu rangiren und jetzt wurden auch diePiemontesen geworfen, die nun schon so an Verfall der Mannszucht litten, dassviele Theile der Brigaden Savoyen, Savona und K ö n i g i n n Tornister und Czakowegwarfen und nach der Ileimatli ausrissen.
Karl Albert und sein Hauptquartier schienen nunmehr ernstlich an glück-lichen Erfolgen zu zweifeln. Die Gemüther Aller waren herabgestimmt; man sen-dete Parlamentäre, um wegen eines Waffenstillstandes zu unterhandeln — alleinder Feldmarschall nahm auch von dieser Seite keinerlei Vorschlag an. Der ehrgei-zige Nachbar musste erst vom Boden, den er ungerecht betreten, verjagt sein,dann liess sich ein Mehrores über Unterhandlungen sprechen.
Die Piemontesen zogen in aller Eile nach Cremona zurück, das sie am 30.Nachts wieder verliessen und wo wenige Stunden später der Feldmarschall anlangte.Er liess hier eine Brigade zurück, um die Bewegungen gegen dioAdda fortzusetzen,die er am 2. August mit Umgehung eines doppelten Brückenkopfes und der FestungPizzighetone überschritt, um Abends sein Hauptquartier in Lodi zu nehmen.
So war denn die tapfere Armee wieder auf dem Puncte angekommen, wo sieauf ihrem Rückzuge aus Mailand die erste Rast gehalten. Sie hatte keine Nieder-lage erlitten, so mächtig ihr auch der Gegner überlegen gewesen; die grossen Ver-luste manch’ blutiger Kämpfe hatten die Armee nur noch mehr zum Siege, zumTriumphzuge nach Mailand aufgestachelt.
Diese Stadt lag nun vor ihr. Wenige Zeit und wenig kriegerische Mühe noch,und sie war wieder unser. Im Angesichte derselben war der Mutli der Truppennoch mehr befeuert; das Abschiedswort Rad etzky’s an Mailand musste im streng-sten Sinne verwirklicht werden. Es geschah, und kein Ilinderniss konnte die Erhil-lung beseitigen. In den kleinen Gefechten um Mailand zeigte sich der Hehlensinnunserer Armee erst recht tüchtig; wenn sie früher mit Ingrimm focht, stürzte sienun mit Jubelgeschrei sich auf Schanzen und befestigte Puncte, mit Ubermutli,mit Tollkühnheit in kleinen Partien den zahlreicheren Feind herausfordernd,