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Als Ehrenbelohnung empfing er dafür von der französischen Armee die Epauleltes einesGrenadiers, und der Kaiser von liussland verlieh ihm den St. Georgs-Orden 4. Classe.
Der Prinz von Carignan glaubte für diese That auch den Maria Theresien-Orden, gleichjedem Candidaten in legalem “Wege der Capitelvralil erlangen zu können und bewarb sich dies-falls bei dem Ordenskanzler Pürsten von Metternich.
Da jedoch die Statuten eine Waffenthat fordern, die entweder in einem österreichischenoder doch mit Österreich verbündeten Heere stattgehabt habe, was bei dem französischen Feld-züge in Spanien nicht der Pall war, so legte der Ordenskanzler das dringende Ansuchen desPrinzen von Carignan weiland Sr. Majestät, dem Grossmeister, zur Entscheidung vor. KaiserFranz trug dem Fürsten von Metternich auf, vorerst noch Erkundigung einzuziehen, ob dieVerleihung des Theresien-Ordens an Karl Albert dem Könige wirklich angenehm wäre, welch’letzterer erklärte, dass dieser neue Beweis von Gewogenheit von ihm, dem Könige, in der Thatgerne gesehen würde. Erst auf diese Äusserung geruhte Se. Majestät der Kaiser mit Allerhöch-tem Handschreiben ddo. Wien 5. Jänner 1828 dem präsumtiven Thronfolger von Sardinien dasseit Jahren angestrebte Ritterkreuz zu verleihen, worauf Albert von Savoyen folgendesDankschreiben aus Turin, vom 25. Jänner 1828 datirt, an den Grossmeister richtete :
„Eure Majestät!
„Die hohe Gnade, deren mich Eure kaiserliche Majestät durch die Verleihung des MariaTheresien-Kreuzes gewürdigt, ist die einzige und grösste Gunst, welche ich zu beanspruchenwagte und die mein Herz mit Glück und Stolz erfüllt.“
„Ich bitte Ew. kaiserliche Majestät, mir zu gestatten, in Ehrfurcht die Beweise meinertiefen Dankbarkeit zu Ew. Majestät Füssen legen zu dürfen, vereint mit den Versicherungenmeiner unbegrenzten Ergebenheit, die mich stets mit dem Wunsche beseelen wird , all’ meinBlut für Ew. Majestät zu vergiessen.“
„Ich verharre in Ehrfurcht Ew. kaiserl. Majestät
sehr ergebener und gehorsamer Diener
Albert von Savoyen.“
Durch seine Thronbesteigung (April 1831) hatten die freundschaftlichen Verhältnissezwischen Österreich und Sardinien keine Störung erlitten; sie schienen sich im Gegentheil immermehr befestigen zu wollen. Karl Albert wurde Inhaber des kaiserl. 5. Husaren-Regiments,welches bisher den Namen Radetzky führte; Radetzky dagegen erschien einige Male amHofe zu Turin, wo ihm die grössten Auszeichnungen zu Theil wurden. Sardinische Officierewurden alljährlich unseren Waffenübungen in Italien zugezogen und die zwischen den Armeenund den Cabineten bestehenden freundlichen Verhältnisse schienen niemals das ahnen zu lassen,was im Jahre 1848 erfolgen sollte.
Wenn Karl Albert seinem Worte und sein Cabinet den Verträgen treu geblieben wäre,die Ruhe Italiens würde nicht gestört vrnrden sein, die Revolution nicht stattgefunden haben.Karl Albert hätte seine königliche Macht auf dem Throne erhalten; er wäre nicht als Flücht-ling fern von den Seinen in der Verbannung, nachdem ihm die Schlacht von Novara das könig-liche Diadem entrissen, am 28. Juli 1849 zu Oporto verstorben. Nie hat die Macht der Vor-sehung, die den Treubruch rächt, sich sichtbarer gezeigt, als an diesem unglücklichen Fürsten,der, allen Rechten Hohn sprechend, nach der Krone Italiens strebte!