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entledigen, wählte, alle auf der Insel Leon und in dieser Gegend concentrirte und sie zu langedort festhielt. Die eigenen Offieiere bereiteten hier die Soldaten zur Empörung vor; am 1. Jänner1820 wurde die Fahne der Freiheit aufgepllanzt und die Constitution beschworen. Die Empörergingen nach Madrid, wo man ihnen keinen Widerstand zu leisten vermochte. Der König, verlassen,brachte der Notlnvendigkeit das Opfer, nahm die Constitution an und beschwor ihre Aufrecht-haltung. Die ganze Armee schloss sich der Revolution an, und die Militär-Insurrection erhielteinen politischen Charakter. Die Verbannten aller Farben kamen haufenweise zurück lind Schriften,bestimmt die revolutionären Ideen zu verbreiten, wurden in Menge ausgetheilt.
Zum Glück für den König blieb ein grosser Tlieil des Volkes bei den alten Grundsätzen;die öffentliche Meinung widerstrebte dem Joche der Neuerer, und die Provinzen zeigten einenentschiedenen Widerwillen gegen die Constitution. Man fühlte, dass die Gewalt der Cortes sowohlden Rechten der Krone, wie der Ruhe des Volkes zuwider lief, und war erbittert über die inden grösseren Städten vertheilten treulosen Soldaten, die, statt die abtrünnigen Colonien zubekämpfen, in dem Mutterlande den Brand des Bürgerkrieges anfachten. Da überdies die meistenVerfügungen der Cortes gegen die herrschenden Religionsbegriffe und gegen die gute alte bür-gerliche Ordnung gerichtet waren, so duldete man sie nur mit sichtbarem Zwang und Allesdeutete auf einen nahen Ausbruch des Bürgerkrieges, der auch gar bald von den nördlichenProvinzen ausgehen sollte.
Noch 1821 waren Castilien, Aragon, Biseaya und Navarra gerüstet gegen die Eingriffeder Constitutionellen, und die Noth im Lande und die Gewalttaten der letzteren nahmen immermehr überhand. Auch wurden die Angelegenheiten in Amerika trostloser und der VorschlagSpaniens, Amerika als Nebenreich neben sich bestehen zu lassen, wurde Anfangs Februar 1822dort abgelehnt. Die dritten ordentlichen Cortes wurden unter diesen schwierigen Umständen am30. Juni 1S22 versammelt und Riego zu deren Präsidenten ernannt, wie Martincz de laRosa Präsident des Ministeriums war. Schon fing man an, Vertrauen auf beide zu fassen, als dieAussichten aiuf Frieden sich trübten. Die Glaubenspartei, durch die Beschränkung der Einkünfteder Geistlichkeit auf’s Höchste erbittert, arbeitete nämlich aufs Thätigste an einer Gegenrevolution,und hatte in Castilien 4000 Mann, auch in Navarra und in den baskischen Provinzen eineStreitmacht gesammelt, an deren Spitze sich Quesada stellte, der aber, von Lopez Bannosgeschlagen, auf französisches Gebiet flüchten musste.
Selbst in Madrid fand im Juli 1822 eine Erhebung von 4 Bataillonen Garde Statt; sie zogennach, dem Palaste Prado und erwarteten, dass der König, bei dem 2 Bataillone geblieben waren,sich zu ihnen begeben werde. Als dieser nicht erschien, weil er von dem Ayuntamiento (stadt-räthliche Behörden), den Nationalgarden und Linientruppen gefangen gehalten wurde, wollten sieihn mit Gewalt holen, wurden aber durch Ballestores zurückgewiesen und dann, da sie sichzur Gegenwehr setzten, angegriffen und niedergemacht oder gefangen, der Herzog von Infan-tado aber und der -Marquis de los Amarillos, denen der König bisher sein Vertrauen geschenkthatte, von dessen Person entfernt. In Catalonien, welches schon lange vor Begierde brannte,den dem Throne und der Religion zugefügten Schimpf zu rächen, war nun der Kern der Glau-benspartei, an ihrer Spitze standen Bessieres, Mata Florida und Croles. Sie bildeten am15. August 1822 eine oberste Regentschaft zu Urgel und ein Glaubensherr zur Herstellung derunbeschränkten königlichen Gewalt. Auch in Valencia wurde eine Gegenrevolution gebildet, anderen Spitze Elio stand, die Liberalen behielten aber dort die Oberhand und Elio wurde hinge-richtet. Die Cortes beschlossen dagegen eine Vermehrung des Heeres und Bewaffnung der Natio-nalmiliz, auch eine Verminderung der königlichen Garden. Die Minister legten aber, besonders