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2 (1857)
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1175
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sich über die Elbo zurück, um Berlin gegen Oudinot zu vertheidigon, was ihm durch denSieg bei Lukau am 4. Juni auch gelang. Nach Ablauf des Waffenstillstandes kam BüiowsCorps zur Nord-Armee, bestimmt Berlin zu decken. Sein Sieg bei Gross beeren am 23. Augustrettete zum zweiten Male, und jener bei Bennewitz am 6. September zum dritten Male die preus-sische Hauptstadt. In der Schlacht bei Leipzig bemächtigte sich Bülow am 18. Octoberstürmend der vom Feinde mit zahlreicher Artillerie besetzten Dörfer Stürz und Sellersliausenund entschied dadurch den Sieg am rechten Flügel.

Nach Holland beordert, vertrieb er die Franzosen mit unglaublicher Schnelligkeit daraus,und vereinigte sich in kürzester Zeit mit Bliiclier, so dass er in der Schlacht bei Laon am9. März 1814 thätig mitwirken konnte. Sein König erhob ihn in Anerkennung der hohen Ver-dienste in den Grafenstand und zum General der Infanterie, und Österreichs Kaiser zierte seineBrust mit dem Commandeurkrouze des Maria Theresien-Ordens durch Handbillot aus Parisvom 18. Mai 1814.

Bei Wiedereröffnung des Feldzuges im Jahre 1815 eommandirte Bülow das 4. Armeo-corps und gab in der Schlacht bei Belle Alliance an der Spitze des 15. Infanterie-Regimentsdie ausgezeichnetsten Beweise von Heldenmuth bei dem berühmten Kampfe um Planchenoit,wofür er zum Chef dieses tapferen Regiments ernannt wurde.

Bülow, dessen Andenken sein Monarch durch eine marmorne Statue zu Berlin ehrte,starb am 25. Februar 1816.

ADLERKREUZ , Graf von, königlich schwedischer General - Lieutenant, war Chef desGeneral-Stabes bei der Nord-Armee unter dem Kronprinzen, und hatte sich durch kluge Disposi-tionen und einsichtsvolles Benehmen, namentlich in den Schlachten bei Dennewitz am G. Sep-tember und bei Leipzig am 18. October 1813 besondere Verdienste erworben, auch inletzterer Schlacht die zweckmässigste Verwendung der Artillerie veranlasst.

Seine Majestät Kaiser Franz verlieh ihm, statt dem mit Cabinetschreiben vom 4. Deeem-ber 1814 zuerkannten Ritterkreuze, unterm 13. April 1815 das Co mma ndour kreuzdes Maria Theresion-Ordens, welches ihm jedoch nur wenige Monate gegönnt war, da er schonzu Ende des Jahres 1815 verstarb.

Wl UIELM II, F r i e d r i c li G e o rg Ludwig, König der Niederlande, Sohn WilhelmFriedriehs I., geboren den 6. December 1792, erhielt seine erste Erziehung in Berlin, bezogdie Universität Oxfort und gab liier Proben von ausgezeichneten Geistesgaben und Fleiss.

Da er fiir die kriegerische Laufbahn bestimmt war, so machte er seinen ersten Feldzugin den Reihen der Engländer mit, und ward 1811 zum Oberst-Lieutenant in spaniscliom Dienstebefördert. Seine Einsicht und Thiitigkeit erwarben ihm das Vertrauen des Herzogs vonWellington, der ihn zu seinem Adjutanten ernannte. Bei der Einnahme von Ciudad Ro-drigo befand sich der Prinz unter den Vordersten und bei Badajoz sammelte er eine englischeDivision, die zuriiekgetrieben worden war, führte sie von Neuem zum Angriffe, jagte den Feindvon den AVällen und zog an der Spitze derselben in die Stadt ein. Sein Benehmen auf demSchlachtfelde von Salamanca und in dem ganzen spanischen Feldzüge war seines ersten Auf-tretens durchaus würdig und der damalige Prinz-Regent von England beeilte sich seine Bewun-derung dem jungen Prinzen zu erkennen zu geben ; er erhob ihn nicht nur zum Obersten und zuseinem Adjutanten, sondern überreichte ihm auch eine goldene Ehrcnmiinze, worauf die NamenCiudad Rodrigo, Badajoz und Salamanca standen. Hiedurch aufgemuntert fuhr der Prinz fort