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2 (1857)
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Kaum genesen, eilte er wieder zur Armee, um sich zur Disposition zu stellen.Er überschritt mit der fünften Colonne (2 Grenadier- und 2 Cavallerie-Divisionen)bei Schaffhausen den Rhein und traf am 29. December 1813 in Bern ein. Von dasetzte er sich gegen Dijon in Marsch, liess Auxonne einschliessen und wurde MitteJänner zum Oberbefehlshaber über alle zwischen der Saone und dem Doubs zurück-bleibenden Truppen (zu jenen der Süd-Armee nämlich), die Blockadecorps miteingerechnet, ernannt. Nach einer Beihe siegreicher Gefechte bei St. Georges,Longsard, Dorieux, drängte der Prinz den ihm gegenüberstehenden französischenMarschall Augereau endlich auf der Strasse nach Lyon zurück und zog, nach-dem er ihn aus der vortheilhaften Stellung am höchsten Kamme des Gebirges heiLimonest und Rochefort zurückgeschlagen und am 20. März den Schlüssel derfeindlichen Aufstellung, den Bergrücken bei Dardille, erobert hatte, am 21. Märzsiegreich in diese zweite Hauptstadt Frankreichs ein. Zugleich war damit derDurchgang nach den südlichen Provinzen des Landes gewonnen. Der Prinzschloss mit dem besiegten Marschall am 11. April einen Waffenstillstand undbeendigte die Feindseligkeiten in diesen Ländertheilen.

Mit dem Antritte seiner Regierung 1820 schied der nunmehrige Landgrafaus den Reihen eines Heeres, das in ihm einen einsichtsvollen, entschlossenen undtapferen Führer verehrte.

Er starb in seiner Residenz Homburg am 2. April 1829.

BlANCIII, Vincenz Ferrerius Friedrich Freiherr von, Duca di Casa-Janza, Feldmarschall-Lieutenant, Hofkriegs- und geheimer Rath, Inhaber des55. Infanterie-Regiments, verschied zu Sauerbrunn bei Rohitsch den 21. August1855 im 88. Lebensjahre. Bianchi zählte zu den genialsten und umsichtigstenGeneralen seiner Zeit. Er wurde zu Wien am 1. Februar 1768 geboren. Sein Vater,aus der Lombardie ausgewandert, war Professor der Physik in Wien, wo er diefürstlich Liechtensteinsche Gallerie eingerichtet, sich durch seine Barometerberühmt gemacht hat und durch die Kaiserinn Maria Theresia in den Adelstanderhoben wurde. Er verliess Wien und lebte dann bis zu seinem Tode in Paris. InWien blieb der Sohn Friedrich mit seiner Mutter und drei Töchtern zurück.

Friedrich war anfangs für den Gewerbestand bestimmt; seine Lust zumMilitär und ein befreundeter Officier bestimmten jedoch den Vormund, die weni-gen hundert Gulden Vermögen für dessen Erziehung in der Ingenieur-Akademiezu verwenden. Während des ersten Jahres wollte dem lebhaften Knaben dasLernen nicht recht behagen, und er litt die fürchterlichsten Qualen, als er bei derPrüfung nicht bestand und beinahe das Jahr wiederholen musste. Mit dem unge-heuersten Fleisse verlegte er sich nun auf die Studien, und in allen nächstfolgendenJahren war er bei den Prüfungen einer der Ersten. Der Krieg gegen die Türkenforderte eine Vermehrung an Ingcnieur-Otficieren, und im October 1787 wurden