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2 (1857)
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des Gegners so lange vertheidigt wurde, bis Vincent Verstärkungen an sicliziehen konnte; nun griff er die Aufständischen erneuert an und zwang sie zurregellosen Flucht. Da diese glückliche Unternehmung auf die Operationen imAllgemeinen wesentlichen Einfluss hatte, so wurde Vincent des Ritterkreuzesfür würdig erkannt.

Im Jahre 1794 zum Major und Flügel-Adjutanten beim Feldzeugmeister GrafenCI ei'fayt ernannt, im folgenden Jahre boimGeneral der Cavallerie Grafen W urm-ser verwendet, in welcher Stellung ersieh bei der Einnahme des Galgenforts vorMannheim am 29. October durch Eifer und Thätigkeit auszeichnete, folgte V i n-cent seinem Chef nach Italien und überbrachte im August 1796 die Nachrichtvon dom erfolgten Entsätze der Festung Mantua nach Wien. Kaiser Franzbehielt den mit vielen Vorzügen begabten Officier als General-Adjutant in seinerNähe und ernannte ihn zum Obersten. Im April 1797 Unterzeichnete Vi n centmit General-Major Merveldt die Friedens-Präliminarien mit Bonaparte undClark e im Schlosse Eggenwald bei Leoben, wurde im März des folgenden JahresMitglied einer in Wien zusammengesetzten Commission, welche bestimmt war einneues Reglement für die Armee zu entwerfen, ging im September 1798 der russi-schen Ilülfsarmee entgegen und regelte ihren Marsch durch die kaiserlichen Staaten.

Bei Ausbruch des Krieges bat Vincent um die Eintlieilung in die Armeeund erhielt die Eintlieilung als zweiterOberst bei Savoyen, ward aber im folgen-den Jahre zum Commandanten des 13. Dragoner- (nunmehr 10. Uhlanen-) Regi-ments ernannt. Bald darauf erfolgte Vincents Beförderung zum General-Majormit der Bestimmung als Brigadier in Vicenza.

Im Feldzuge des Jahres 1805 stand Vincent bei der Armee in Italien underhielt, als nach der Schlacht von Cal di er o der Rückzug in die Erbstaaten ange-treten wurde, das wichtige Commando der Arrieregarde. Es galt bekanntlich dieVereinigung des Erzherzogs Karl aus Italien mit dem aus Tirol rückkehrendenErzherzoge Johann zu bezwecken. Vincent, von der Wichtigkeit seiner Auf-gabe durchdrungen, löste sie auf die ausgezeichnetste Weise; er wusste den nach-rückenden Feind zu beschäftigen und unserer Armee Zeit zu verschaffen, dass sieden Marsch ohne Störung fortsetzen konnte. Einige Male hatte Vincent hitzigeGefechte mit Massenas Truppen zu bestehen, imponirte diesen aber in allenGelegenheiten. Am 15. November zog sich Vincent mit seiner Nachhut aufdas linke Isonzo-Ufer und sollte dieses so lange halten, bis das Gros einen Vor-sprung auf der Strasse von Görz nach Prewald gewonnen haben würde. Diefranzösischen Divisionen Molitor, Gardanne und Partonneaux vereinig-ten sich mit den Cavallerie - Divisionen Mermet und dEspagne und ver-suchten vergebens den Übergang bei Görz zu erzwingen und diese Stadt zugewinnen. Während dieses Frontal-Angriffes sollten drei andere französische Divi-sionen sich der Brücke von Rubia am Zusammenflüsse der Wippach und des