Leuchtkäfer.
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der Andere schien auch in der That diese Worte nicht ge-hört, oder nicht verstanden zu haben, denn er fuhr fort:
„Das ist Ihr glückliches Loos; während mich derDruck der Verhältnisse lange nicht aufkommcn ließ, und dadies endlich zu geschehen scheint, andre Verhältnisse mich wiedertief zu Boden drücken. Ja, Reichthum und Rang, ich habebisher nie daran gedacht, Andere darum zu beneiden; aberjetzt sehe ich doch wohl ein, wie viel leichter man mit ihrerHülfe zu dem kommt, was wir Menschen Glück, ja Selig-keit nennen." Er hatte bei diesen Worten seinen Arm aufdas eisemc Geländer gestützt, den Kopf auf die Hand ge-legt und blickte in das weihe, glitzernde Stückchen Mond,welches langsam zwischen den dunkeln Föhren nicdersank.Nachdem er die letzten Worte gesprochen, seufzte er tief undschmerzlich auf.
Unten im Park begann eine Nachtigall wie schüchternihr Liebeslied, und erst q,ks die Sängerin gefühlt, daß Baumund Gras, Quell und Blüthe in tiefer, feierlicher Stilleaufhorchten, schlug sie stärker und immer stärker, schmelzenderund immer schmelzender und jubelte endlich unter Lachenund Schluchzen ihr Lied hinaus, ihr Lied ohne Worte, aberdeutlich wie kein anderes redend von Licbesleid und Liebes-lust, von Liebcsschmerz und von der Liebe höchster Seligkeit.
Solch ein Lied dringt ans Herz, und wenn mandas in stiller Nacht hört, so möchte man hinausjubeln seinGlück und hinausschrcicn sein Leid an irgend einen Stern