Fünftes Kapitel.
Im Kabinet des Regenten.
Der Dienst des Ordonnanzoffiziers war nach der Tafelfür heute beendigt. Morgen kam ein anderer Glücklicher,der im Vorzimmer auf und ab spazieren ging, der Be-kannte mit einem freundlichen Gruße empfing und Fremdemit einer gemessenen Verbeugung entließ.
Da Herr von Fcrnow in dem Vorzimmer ein kleinesBuch liegen gelassen hatte, so schritt er vom Speiscsaalaus abermals durch den langen Corridor nach jenem Zim-mer. Das Schloß lag jetzt ebenso still wie in den Nach-mittagsstunden, machte aber trotzdem nicht denselben schläf-rigen und langweiligen Eindruck. Auf den Treppen undGängen brannten Lampen und ihr Schein zeichnete überalloft seltsame Licht- und Schattenbilder. Der einfache Dra-gonerpostcn im Vestibüle war für die Nacht zu einem Dop-pelposten geworden und die Lakaien, die sich ebenfalls hierbefanden, saßen nicht mehr schläfrig auf den Banquets,Haüländer. Der Augenblick des Glücks. I. g