Ein Diner und zwei Freunde.
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„Ihn häufig sehen? Sie hat ihn noch gar nicht ge-sehen, seit er hier ist. Sie will sein Portrait, er soll dasihrige haben, und dann wird sie sich vielleicht entschließen,ihm auf Gott weiß welche verzwickte und geheimnißvolle Artzu begegnen. Da baben Sie die Geschichte meiner Leiden.Zwischen diesen beiden Feuern sitze ich, und kann cs mirda ein vernünftiger Mensch übel nehmen, wenn ich mich zu-weilen in einer völligen Verzweiflung befinde? — Aberdas habe ich mir feierlich gelobt," fuhr er fort, indem erabermals aufstand, „geht diese Sache nur einmal glücklichvorüber, so weiß ich, was ich thuc. Dann beirathe ich inaller Stille, reise auf längere Zeit fort und sehe, zu, wiesich die Sachen hier abwickeln."
„O Euer Excellcnz haben eine beneidenswcrthc Zukunft,"sprach der Kammcrhcrr träumerisch.
„Aber che ich dazu gelange, noch einen entsetzlichen Ab-grund dicht vor meinen Füßen. Vielleicht einen jäben Sturz."
„Zu dem Euer Exccllenz mich cinzuladen die Freund-lichkeit haben," antwortete lachend Herr von Wenden.
„Es ist 'was Wahres in Ihren Worten," sagte derOberstjägermeister nach einer Pause, während welcher er sichmit übereinander geschlagenen Armen in's Fenster gestellt batte.„Aber bei'm Teufel! nein, zwei Leute wie wir stürzennicht so leicht. Ich wette, wir bauen uns die schönsteBrücke nach Gott weiß welchem glücklichen Gefilde."
„Eine Brücke des Glücks," erwiderte nachdenkend dev