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Zehntes Kapitel.
„Und das habe ich einsädeln müsscn," fuhr die Epcel-lmz fort, indem sic sich leicht mit der Hand über die Stirnstrich. „Habe die nothwendigen Correspondenzen besorgtund habe den Herzog ringelnden, hierher zn kommen."
„Und das Alles hinter dem Rücken Seiner Hoheit desRegenten?" fragte der Andere in einem sonderbar gedehn-ten Tone.
„Diese Frage, mon cber," antwortete ungeduldig derOberstjägermeister, „beweist mir, wie wenig Sie die Prin-zessin kennen. Hat es ihr jemals Spaß gemacht, irgendeine Sache gerade und offen zu betreiben? Ich wüßtemich der Art nichts zu erinnern, und sic selbst vielleicht auchnicht. — Stellen Sie sich nun in meine Lage. Der Her-zog, dem die Idee, die Prinzessin im Geheimen kennenzu lernen, recht schön und romantisch vorkam, ist hier,die heillose Angelegenheit aber will nicht den kleinsten Schrittvorwärts thun."
„Und aus welchem Grunde nicht?"
„Bester Wenden, nehmen Sie mir's nicht übel, Siefragen wie ein unschuldiges Kind, aber nicht, wie einKammerherr, der schon so und so viele Jahre an diesemHofe gelebt. Warum? — Weil die Prinzessin nun ein-mal die Idee hat, die Sache nicbt vorwärts zu treiben,sondern sie aufs Langsamste oder vielmehr gar nicht gehenzu lassen."
„Und sicht sie den Herzog häufig?"