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1 (1857)
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Zehntes Kapitel.

Kammerherr;wenn nur der rechte Augenblick nicht verpaßtist! Und wünscht die Prinzessin," setzte er nach einemmomentanen Stillschweigen hinzu,das; ich um die Geschichtewissen soll?"

Wer kann daran zweifeln?" versetzte die Excellenz nichtohne eine kleine Verwirrung.Sie stehen in ihrer Gunst,die Prinzessin hätte Ihnen an jenem Abend Alles anver-traut; kann ich auf Sic rechnen?"

Der Kammerherr hatte einen Gang durch das Zimmergemacht, er kämpfte mit sich selber. Er kannte den Obcrst-jägermeister, und weil er ihn kannte, kani ihm die ganzeSache verdächtig vor. Zu einer Angelegenheit, bei deretwas zu gewinnen war, hätte die Excellenz nicht wohleinen Zweiten eingcladen; auch erinnerte er sich jenesAbends, als, er dem Baron Rigoll im Schlöffe begegneteund es sich fand, daß sie den gleichen Weg zu den Ge-mächern der Prinzessin hatten, wie ihm der Obcrstjäger-meister in der ersten Ueberraschung ein nichts weniger alsfreundliches Gesicht machte. Daß aber Herr von Wendenjetzt mit einer Antwort zögerte, schien dem Baron Rigolldurchaus nicht zu gefallen. Er wandte sich umnuthig gegenihn und sagte in einem etwas scharfen Tone:

Ei, bester Baron, wie nehme ich Ihr Stillschweigen?Sie ließen mich mein Geheimnis; ruhig erzählen, und jetztda Sie es wissen, zögern Sie aus eine für mich fast be-ängstigende Art."