Ein Diner und zwei Freunde.
209
halb sich Baron Wenden in seinm kleinen Salon zurück-begab, um ihn freundlich zu empfangen. Fernow kamihm lächelnd entgegen und reichte ihm die Hand, indemer sagte: „Es geht dir gut, nicht wahr? Seine Hoheit,mit dem ich die Ehre hatte, ausreiten zu dürfen, sagtemir ausdrücklich, du müßtest auf deine WiederherstellungBedacht nehmen, damit du nächster Tage wieder ausgehenkönnest."
Das sagte er wirklich?" erwiderte der Kammerherr.„Nun, ich bin in der That Seiner Hoheit für die fortge-setzten Aufmerksamkeiten um mich den größten Dank schuldig.Das wirst du ihm sagen, und bitte ich dich, da du docheinmal das Allerhöchste Ohr hast, hinzuzufügen, ich werdealles Mögliche thun, um mich künftig vor dergleichen'kleinenKrankheiten zu bewahren."
„Soll ich ihm das wirklich sagen?"
„Du wirst mich sehr damit verbinden, lieber Freund.Doch da fällt mir eben ein, daß ich vielleicht zu viel ver-spreche. Weiß ich denn den Grund meiner Krankheit? —Weißt du ihn etwa?"
Der Major zuckte mit den Achseln.
„Der Teufel wird ihn wahrscheinlich wissen, — ichhabe keine Ahnung davon," fuhr der Kammerherr fort,indem er verdrießlich an seiner weißen Halsbinde zupfte,„und das ist gerade das Schlimme, daß ich keine IdeeHacklänber. Der Augenblick des Glücks, l. 14