Ein Tiner und zwei Freunde.
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Wenn er auf die vorhin erwähnte Art wohl zufriedenwar mit seinen Vorarbeiten zur Belagerung der schönen Rosa,so hatte er dagegen in der That einige Furcht, ibr zu tiefin die braunen Augen zu sehen. Der Kanunerherr vonWenden hatte ein empfindsames Herz, er glaubte, daß esnichts Lächerlicheres in der Welt gäbe, als eine unerwiderteLiebe, und hatte sich nach seinen Erfahrungen zuweilen sagenmüssen, das; diese schönen Bürgermädchen mitunter den Teu-fel im Leibe haben. Ein merkwürdiges Zusammentreffenwar es, das; ihm am vierten Tage seines Arrestes BaronRigolt bei einen; Besuche die wunderbare Photographie derschonen Nachbarin zeigte. Er fühlte mit Schrecken, das; erfast eifersüchtig geworden wäre. Doch als ihm die Exccllcnzdoch und thcuer versicherte, sie habe das Portrait in der un-schuldigsten Absicht erworben, um es einer Dame vorznlcgen,da hatte er sich berubigt. Das; er aber in der That un-ruhig gewesen, das wollte ihm durchaus nicht gefallen, be-sonders da er an einem eigentlich seltsamen Umstande deutlichsah, welchen Eindruck er aus das Herz des jungen Mädchensgemacht. Er stand an; Fenster, oder vielmehr er lehnte ma-lerisch hingegossen an einem Flügel desselben. Es war umdie Mittagsstunde, und er betrachtete nicht nur die Photo-graphie, sondern er verglich sie Punkt um Punkt mit demschönen Original, das ebenfalls drüben sichtbar war. Danngab er sie dein Baron zurück mit der deutlich ausgcdrücktenPantomime: Nimm hin einen großen Theil meines Herzens.