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1 (1857)
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Ein Diner nnd zwei Frennde.

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Herrn von Fernow am nächsten gekommen. Wer war Herrvon Fernow? Sein Urgroßvater hieß noch schlechtweg Mon-sieur Fernow, und selbst der Vater des seligen Ministers,der doch in den Freihcrrnstand erhoben worden war, hatteein Mädchen geheirathet, deren Adel sehr zweifelhaft, wenig-stens sehr jung war. Wird es der Enkel besser machen?Im Gegentheil. Ach! jetzt wußten sie ganz genau, woherdieses plötzliche Avancement. Herr Kindermann hatte eineeinzige Tochter, die sollte aus dem, Vorzimmer in den Sa-lon verpflanzt werden.

Daß bei dieser Idee ein krampfhaftes Lachen die Her-zen mehrerer Hofdamen erschütterte, ist selbstredend, und daßsich gegen dies Ereignis; wenigstens ein Dutzend Todfein-dinnen zu inniger Freundschaft, zu Schutz und Trutz ver-banden, können wir der Wahrheit gemäß versichern.

Ueber alle diese Sachen, Reden und Vermuthungcnhatten den Kammerherrn seine Freunde begreiflicherweise autait gehalten; und daß er darin etwas zum Nachdenkenhatte, zerstreute hie und da seine Langeweile. Gleich dar-aus aber kam dieselbe wieder riesengroß, erdrückend, und ereilte alsdann durch seine Zimmer, die Hände auf den Rückengelegt, tief seufzend, fast der Verzweiflung nahe.

In -einem dieser Momente war er an das Fensterseines Hinteren Zimmers getreten und hatte melancholisch indie finstere Gaffe hinausgcschaut, die sich hier seinen Blickenöffnete. Früher hatte er öfters am gegenüberliegenden Hause