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1 (1857)
Entstehung
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204
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Zehntes Kapitel.

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schenkt,er nenne ihn seinen Sohn, er sichre seine Siegelund seine Alba seien nicht mehr."

So viel war gewiß, daß der gewaltige Herr Kinder-mann den neuen Major mit unbegreiflicher Zuvorkommen-heit behandelte. Er hatte nicht nur sein freundlichstes Lä-cheln , sondern auch immer irgend ein geheimnißvolles Wortfür ihn. Wodurch Fernow so plötzlich in Grinst gestiegen,daS konnte sich bei Hofe Niemand erklären. Die einenglaubten, der Regent habe sich erinnert, welch' ein verdienst-voller Mann sein Vater, der selige Minister gewesen; gut-müthige Leute, denen die Ehre und der gute Name ihrerNebenmcnschen heilig war, spitzten ihr breites Maul, zogendie Augenbrauen hoch empor und bemühten sich, schlau aus-zuschen, wenn sic flüsternd sagten:Es war uns schon langenicht unbekannt, wie angesehen der junge Fernow in aller-höchsten Kreisen ist, ein schöner junger Mann, vortrefflicherReiter, immenser Tänzer hm! hm!" Alternde Hofdamen,die anfingcn, sich mit Schmerz daran zu erinnern, daß dieHeirath die eigentliche und richtige Bestimmung des Mäd-chens ist und daß weder Soireen noch Bälle das Herz ausdie Dauer zu erwärmen vermögen, die, selbst vom reinstenAdel, mit mindestens scchszchn todten Ahnen hinter sich,darauf verzichten mußten, diese ehrwürdige Kette um einGlied zu vermehren, die es für eine Mesalliance ansahen,wenn der Baron ein Fräulein von, oder der Graf eineBaronin heirathete, sie waren der Quelle von der Gunst des