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Neuntes Kapitel.
und Natronbäder hatte. Draußen schien die Sonne so pracht-voll, und das Licht war so glänzend, daß es ordentlichschade war, daß gerade in diesem günstigen Augenblicke sogar keine Mcnschenseele kommen wollte, um sich photogra-phircn zu lassen. Das meinte auch Frau Böhler, und derSohn pflichtete ihr achselzuckend bei.
„Ich weiß nicht wie es kommt," sagte er, „daß es beimir nie einen rechten Zug nehmen will. Ich will geradenicht klagen und eben so wenig meine Werke selbst loben;aber bei den Arbeiten, die ich mache, könnte ich doch schonein Bischen mehr zu thun haben. — Ich habe eben kein Glück."
Frau Böhler hob den Kopf in die Höhe, und als siebemerkte, wie ihr Sohn bei diesen Worten die beiden ver-stümmelten Finger seiner rechten Hand ansah, so schwieg sieseufzend still.
„Gewiß und wahrhaftig kein Glück," fuhr er fort.„Wie sauer habe ich cs mir werden lassen, mit welcher Liebehabe ich gearbeitet, che ich's in der Holzschneidekunst zu et-was gebracht, und da ich eben anfing hübsche Arbeiten zumachen, passirt mir das Unglück, woran ich mein ganzesLeben werde leiden müssen. Darauf sänge ich an zu photo-graphiren, mache auch ordentliche und hübsche Portraits,werde von meinen Bekannten empfohlen; aber was hilft mirdas Alles! Pfuscher haben den Zulauf, bei mir will nichtsrecht in den Zug kommen. Ich habe keine Protection, oderbesser gesagt, kein Glück."