Ein photographisches Atelier.
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Hauses, was thut so ein Blick? Habe ich in meiner Jugenddoch auch meine Augen nicht immer zugeschlossen, und bindoch eine brave Hausfrau geworden, das kann ich mir wohlnachsagen. — Ach was, so ein Blick!"
„Es liegt ein großer Unterschied in der Art, wie manBlicke sendet," meinte Herr Krimpf.
„So wollt Ihr also sagen, daß Rosa da hinüber Blickesendet, wie sie sich für ein junges Mädchen nicht ziemen?"fragte Herr Böhler.
„Wie es sich für ein junges Mädchen nicht ziemt,will ich grade nicht sagen, aber," setzte er langsam undbedächtig hinzu, „wie es sich vielleicht für ein junges Mäd-chen nicht ziemt, die schon einen' Liebsten, so zu sagen,einen Bräutigam hat, und wie es sich für ein junges Mäd-chen aus unserem Stande einem Manne jenes Standes ge-genüber gewiß nicht paßt."
„Krimpf," rief jetzt heftig der Photograph, „entweder,oder! Laßt Eure schlimme Reden oder sagt mir gerade her-aus, was Ihr denkt und wißt."
„Bosheiten, nichts als Bosheiten," flüsterte leise diealte Frau.
„Nun?" fuhr ihr Sohn gegen den Maler los, dadieser schwieg.
„O, das ist sehr einfach," antwortete Krimpf, „undich sage nie etwas, wozu ich nicht meine Gründe habe. —Es gibt gewisse Stunden im Tage," fuhr er in so gleich-