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Achtes Kapitel.
am Bestell wißt, daß sie nur in Eurem Kopfe entstandensind?"
Es war ein eigenthümliches, fast süßes Lächeln, mitdem der Maler jetzt zu der alten Frau hinübersah. Eswar ein Lächeln, welches sagen zu wollen schien: Gute,arglose Seele, wie bedaure ich dich aus dem Grunde meinesehrlichen Herzens! Dann zuckte seine rechte Hand nach demMunde empor, und seine Finger berührten diesen leicht,als wollte er sich selbst Stillschweigen auserlegen, woraufder Pinsel aus dein Papier wieder gleichförmig feine Linienbeschrieb.
„Nein, nein, er soll reden!" sagte bestimmt der Pho-tograph; „aber er soll mit geraden Worten reden. Krimpf,ich halte große Stücke auf Euch; nur in diesem Eilten Punktegeht Ihr nicht ehrlich mit mir um. Ich weiß wohl, wasIhr wollt. Ihr könnt mir keine Thatsachen berichten. Ihrhabt nur böse Bemerkungen gegen das Mädchen, und dochkönnt Ihr mir glauben, Krimpf, daß ich Euch in der Thatsogar dankbar wäre, — wenn —". Das Letzte sagte ermit unsicherer, gepreßter Stimme, wie Jemand, der sich
vor seineit eigenen Worten scheut; auch war er nicht imStande, den Satz zu vollenden.
„Laß dir doch keine Grillen in den Kopf setzen,"
sprach die alte Fran; „du weißt ja, was er dir sagen
will. Gott der Gerechte! Und wenn sie hie und da auch
einmal eilten Blick hinüberwirft nach dem Fenster des großen