Druckschrift 
1 (1857)
Entstehung
Seite
151
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Ein photographisches Atelier.

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gebe auf der Straße keine Veranlassung, daß man ihr nach-sehe und sich um sie bekümmere, sie betrage sich auf derStraße nicht auffallend! Also vielleicht sonstwo, wenn auchgerade nicht auf der Straße?"

Herr Krimpf zuckte abermals mit den Achseln, spitzteseinen Mund und hielt den Nagel des Daumens seinerrechten Hand gegen das Licht, um eine gemischte Farbezu betrachten, die er darauf gesetzt hatte, während er sagte:Seht, lieber Böhler, das ist das alte Kapitel. Dabrauch' ich nur ein unschuldiges Wort zu sagen, daranklammert Ihr Euch, setzt mir so zu sagen die Pistole aufdie Brust, und wenn ich mir dann erlaube, irgend eineBemerkung fallen zu laßen, so heißt es, ich suche Streitund Unfrieden."

Tie alte Frau winkte ihrem Sohne mit den Augen,das Gespräch fallen zu lassen, doch schien dieser es nichtbemerke^ zu wollen, und man sah deutlich, daß er sich ineiner großen Aufregung befand, der er sich vergeblich be-mühte, Herr zu werden. Sein Auge glänzte, und eineflammende Rothe lag auf seinem Gesichte, während er dieLippen heftig zusammcnpreßte.

Ich wollte nämlich sagen," fuhr Herr Krimpf gleich-müthig fort

O, sagt lieber gar nichts," unterbrach ihn rasch diealte Frau.Kann es Euch denn eine Freude machen mei-nen Sohn mit Sachen zu alteriren, von denen Ihr selbst