Druckschrift 
1 (1857)
Entstehung
Seite
127
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Ein Augenblick des Glücks. l27

gcbenst danke/' sprach der Offizier,liefere ich den Be-weis, daß es mir nicht unrechtmäßig gespendet wurde,und ich versichere Eurer Excellenz, daß es mir nicht ein-fällt, Ihren Pfad zu kreuzen, daß ich aber mit meinemFreunde Wenden ein paar Worte sprechen muß."

Nun, ich werde die Höflichkeit gegen Sie auf'sAeußerstc treiben," cntgegnete der Obcrstjägcrmcistcr miteisigem Tone,ich werde ein paar Schritte vorausgehen,damit Sie Zeit finden, Ihrem Freunde die so nothwendigenWorte zu sagen."

Der Offizier machte eine tiefe Verbeugung und ließSeine Excellenz vorübergehen. Dann sagte er zu dem An-dern mit leiser, aber eindringlicher Stimme:Bei unsereralten Freundschaft, Wenden, thue mir einen Gefallen,erzeige mir einen Dienst, um den ich dich dringend bitte.Verlasse das Schloß mit nur und begleite mich in meineWohnung, ich habe dir etwas sehr Wichtiges mitzutheilcn."

Der Kammcrhcrr sah seinen Freund mit dem Ansdruckdes höchsten Erstaunens an;Fernow, ich glaube, du bist sehr aufgeregt."

Ja, ich bin sehr aufgeregt."

Lieber Freund, das begreife ich; aber das ist eineSache, an der nichts zu ändern ist. Ich weiß aus derbesten Quelle, daß du dir keine Vorwürfe zu machenbrauchst, du habest etwas versäumt; wahrhaftig nicht. Ichsage dir, Fräulein von Rippcrda ist cnchantirt von dem