Druckschrift 
1 (1857)
Entstehung
Seite
125
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Ein Augenblick des Glücks. 125

.Bleiben Sie ruhig stehen. Sollte man auch durchdie Vorhänge die Umrisse Ihrer Gestalt sehen, man wirdIhre Person nicht erkennen, noch viel weniger eine unbe-scheidene Frage wagen, dafür stehe ich."

Nachdem er dies gesagt, trat er aus der Nische inden Saal, und befand sich nun so nahe bei dem voran-schreitenden Lakai, daß dieser in der hcrvortretcnden Gestalteinen Offizier erkannte, den Leuchter hoch emporhielt unddarauf sich umblickend stehen blieb.

Vorwärts! was gibt's denn da?" rief der Oberst-jägcrmeister dem Bedienten zu.

Statt aller Antwort ging der Lakai auf die Seite undstreckte den Leuchter vor.

Ei der tausend. Fernow!" sagte der Baron Wendenin einem sehr trockenen Tone;was treibst du dich umdiese Zeit wie ein Gespenst in den finstern Sälen des Schlossesumher?"

Dieselbe Frage könnte ich an dich thun, mein lieberWenden."

Nicht ganz mit dem gleichen Rechte; denn wie dusiehst, sind wir zu Zweien, und die Gespenster und Nacht-wandler pflegen selten paarweise zu erscheinen."

Und wenn ich nun an dich gedacht hätte, meinlieber Freund," erwiderte Herr von Fernow mit einemeigenthümlichcn Lächeln,wenn ich mich mit dir beschäftigt,während ich hier auf- und abspazierte?"