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1 (1857)
Entstehung
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122
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Siebentes Kapitel.

es nach diesen: furchtbaren Abend zu hoffen wagte. O! er-schrecken Sie nicht über meine Reden, Helene: cs ist viel-leicht der Augenblick meines Glücks, den ich ergreife undfesthalte, während ich so spreche." Dabei hatte er ihreHand erfaßt, führte dieselbe an seinen Mund und drückteseine Lippen darauf.

Um Gotteswillen, Herr von Fernow, keine Thor-heitcn!" sagte ängstlich das junge Mädchen, doch inachte sienur einen schwachen Versuch, ihm ihre Hand zu entziehen.

Helene, lassen Sie mich meinetwegen Thorheiten be-gehen, wenn es mir dadurch gelingt, meinem Glücke näherzu kommen. Ja, Helene, ich kann und will es nicht er-tragen, daß jene Verbindung geschloffen wird."

Und Sie wollen das hindern?" fragte sie bewegt.

Sie und ich, wenn Sie mir vertrauen."

Und worauf soll sich mein Vertrauen gründen?"

Auf meine grenzenlose Liebe zu Ihnen. Ja, Helene,ich liebe Sie unsäglich, ich liebe Sie, wie nur Jemand aufdieser Erde ein Mädchen lieben kann, ja, und ich fühlean den: Beben Ihrer Hand, daß auch Sie mir gut sind.Wenn es so ist, Helene, so sprechen Sie ein einziges Wort:wenn Ihr Herz schneller schlägt bei dem Gedanken, daß ichSie liebe, so lassen Sic mich's durch ein Wort errathen.Wer will uns auseinander reißen, wer will uns trennen,wenn wir Beide mit unserer Liebe einig sind?"

Obgleich er dies mit gedämpfter Stimme sprach, so