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1 (1857)
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Fünftes Kapitel.

Prinzessin befahl ihm, er solle sich heute Abend um neunUhr in ihrem Kabinct einfinden."

Aber, Eure Hoheit," entgegnete erstaunt der jungeOffizier,standen weiter von jener Fensternische entfernt,als ich; und ich vernahm nicht das mindeste von dem sehrleise geführten Gespräch."

Das ist wohl möglich," antwortete der Regent;aberSie können mir glauben, daß cs sich so verhält und Siewerden Gelegenheit haben, sich selbst davon zu überzeugen.Es ist mir nämlich Alles daran gelegen, daß die Unter-redung dieses Abends nicht stattfinde; ich will nicht, daßdie Prinzessin ihre, gelinde gesagt, komischen Anschläge undaugenblicklichen Eingebungen noch anderen Ohren preisgebc,sich weiter compromittirc. Der Dienst, den Sie nur leistenkönnen, besteht also in Folgendem: Sie begeben sich umhalb neun zu Kindcrmann, der wird Sie in einen Saalführen, den der Baron auf seinem Wege zu passiren hat.Dort halten Sie ihn im Gespräche auf; begreiflicher Weisewird er söhr eilig sein und Ihnen nicht Rede stehen wollen.Da Sie ihn aber genau kennen, so gelingt es Ihnen viel-leicht, ihn hinwcgzuführcn; meinetwegen können Sie jaetwas davon fallen lassen, Sie hätten aus guter Handerfahren, ich, der Regent sehe es nicht gern, wenn dasSchloß um die angegebene Stunde, ohne daß irgend eineGesellschaft befohlen sei, auf geheimnißvolle Art besucht werde.Vielleicht komme ich sonstwie Ihrer Unterredung zu Hülfe;